Lauterach 700 Wanderer im Lautertal unterwegs

Beim 47. Frühlings-Wandertag des Wandervereins Lauterach waren rund 700 Wanderer im Lauter- und Wolfstal unterwegs
Beim 47. Frühlings-Wandertag des Wandervereins Lauterach waren rund 700 Wanderer im Lauter- und Wolfstal unterwegs © Foto: Ingeborg Burkhardt
Lauterach / INGEBORG BURKHARDT 14.03.2018

Die Freunde des Volksmarschs sind in die Jahre gekommen. Doch viele Freundschaften verbinden die Aktiven in den Wan­dervereinen, die es im Land und in Österreich noch gibt, bis heute. Das zeigte sich am Wochenende beim 47. Frühlings-Wandertag des Wandervereins Lauterach. 700 Wanderer spazierten auf der fünf Kilometer langen Stecke durchs Lautertal. Wer wollte, legte an der Weggabelung beim Bio­sphärenzentrum an der Lauter noch sechs Kilometer dazu, um die Märzenbecherblüte im Wolfs­tal bestaunen zu können und sich an den zinnoberroten Kelchbecherlingen erfreuen zu können. Für Hansjörg Griesinger aus dem Raum Schwäbisch Hall ist der Lauteracher Wandertag ein fester Termin im Jahreskalender. Die Felsen im Wolfstal und die Blütenpracht im Lenz sind für den gebürtigen Blaubeurer ein Stück Heimat, das ihn an seine Kindheit am Blautopf erinnert und das er gerne mit seiner Frau Sybille teilt.

Am Start und Ziel in der Lautertalhalle kümmerten sich Gerold Steiner und sein Team um die Gäste aus nah und fern, die aus dem Raum Crailsheim bis aus Götzis im österreichischen Bundesland Vorarlberg gekommen waren. Am Samstag waren trotz des Nieselregens schon kurz nach Beginn 220 Wanderfreunde im Unesco-Biosphärengebiet Lauterach unterwegs, während sich rund um die Halle der Parkplatz schnell füllte.

Der Nachwuchs fehlt

Der Vorsitzende des Wandervereins und Koch Steiner hatte für beide Tage Alb-Leisa und Spätzle gekocht; er gönnte sich dann und wann eine Kaffeepause, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam erinnerten sich die Wanderfreunde an die Gründerjahre des Internationalen Volksmarsches und die damaligen Rekorde bei den Frühlings-Wandertagen mit bis zu 5000 Teilnehmern. „Jetzt sind 600 ein guter Schnitt“, sagte Steiner. Und freute sich, dass Lauterach mit 700 im Ländle ganz vorne mit dabei ist. Weil die „Volksmärschler“ immer älter werden und „der Nachwuchs fehlt“, sei der Wandertag im Herbst von der Veranstaltungsliste gestrichen worden.

Die jüngeren Mitglieder des Wandervereins hatten wieder den Service übernommen. Dabei gab es außer der warmen Mahlzeit am Mittag auch Vesper sowie Kaffee und Kuchen.

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