Rosenmontagsball 200 Narren gehen auf Dschungelsafari

Rottenacker / DIETMAR BURGMAIER 14.02.2018

Auf eine Dschungelsafari gingen rund 200 Narren in Rottenacker im aufwändig dekorierten klei­nen Saal der Mehrzweckhalle am Rosenmontag. In Anlehnung an das „Dschungelbuch“ von Walt Disney hieß das Motto des Balls „Schunkelbuch“. Eine Dschungelprüfung hatte Bürgermeister Karl Hauler am Beginn der zweistündigen Veranstaltung zu bestehen. Aus einem akustischen Froschsalat musste der Schultes einen Satz formen: Per Knopfdruck wurden bei handgroßen Puppen die Signale ausgelöst. Dschungelkönig Michael Striebel führte gekonnt durch das kurzweilige Programm. Er riss Witze über Emerkingen und Oberstadion. Auch die Politik ließ der Moderator nicht aus: In Österreich reagierten die Politiker schneller als in Deutschland, weil die Regierung rascher zustande kam. Dafür werde das Nachbarland von einem Konfirmanden geführt. Den nordkoreanischen Diktator geißelte der Dschungelkönig als verfressenes Monster. Auch das Comeback von Silvio Berlusconi beschäftigte den Moderator. Der Brunftschrei im Dschungel hieß „Hau, hau, hau“. Striebel dolmetschte diese Dschungellaute. Die achtköpfige Dschungel-Schunkelkapelle spielte viele närrische Melodien. Schließlich kamen die Big Mammas auf die Bühne: Das Quartett gab live einen Song zum Besten, indem es um die Vorzüge von Zewa, dem Wischtuch, ging. Begleitet wurde der Chor von Big Daddy an der Gitarre. Eine pantomimische Darbietung zeigte Matthias Beck alias Bepperles Bua. In Anlehnung an das erotische Männer-Strip-Ballett „Chippendales“ zeigten auch die Dschungel-Dales ihre Körper. Bevor es allerdings zum Äußersten kam, ließen die älteren Männer von der Bühne im Publikum einen Konfetti-Regen niedergehen. Nach dem Programm unterhielt im Foyer die Partyband „No limit“ mit der Sängerin Manuela Riepl aus Rottenacker. Der Ball wurde von B.i.e.R. e.V. veranstaltet. Die Abkürzung steht für „Brauchtum in eiserm Rottenacker“. Der Verein hat zwölf Mitglieder. Der Rosenmontagsball war der achte seiner Art.