Natur 20 Grundschüler betreiben Heidepflege

20 Grundschüler aus Frankenhofen und Erbstetten haben gemeinsam eifrig Heidepflege betrieben.
20 Grundschüler aus Frankenhofen und Erbstetten haben gemeinsam eifrig Heidepflege betrieben. © Foto: Foto. Emmenlauer
Frankenhofen / RENATE EMMENLAUER 24.09.2018

Schlehen, Weißdorn, Jungbäume und Sträucher zurechtgestutzt, das haben 20 Grundschüler aus Frankenhofen und Erbstetten sowie weitere Helfer beim Heidepflegetag im Naturschutzgebiet „Hungerberg“ geleistet. So soll sich eine Magerwiesenfläche bilden, damit diese mit Kleinlebewesen, Pflanzen und Blumen gedeiht. „Eine solch wunderschöne kulturhistorische Landschaft ist hier auf der Schwäbischen Alb reihum zu sehen, in anderen Gegenden Deutschlands gibt es dies nicht“, sagte die Agrar-Biologin Lydia Steffan, stellvertretende Geschäftsführerin vom Landschaftserhaltungsverband Alb-Donau-Kreis.

Auch die Frankenhofener Ortsvorsteherin Jutta Uhl half mit und sagte: „Ein Spaziergang durch unsere Waldholderheide ist ein Erlebnis.“ So sieht das auch Lucia Hildenbrand-Hess, Klassenlehrerin der Kombiklasse aus Dritt- und Viertklässlern. Sie verweist auf die naturpädagogische Ausrichtung der Grundschule Erb­stetten/Frankenhofen. Mit Blick auf das Projekt „Heidepflege“ habe sie mit den Schülern auf der Wacholderheide und im Naturschutzgebiet „Hungerberg“ mit Tierspurensuche angefangen. „Im Frühling haben wir hier ein Blütenmeer vorgefunden, und im Sommer ein Paradies für Schmetterlinge.“

Die Grundschule war zusammen mit Merklingen und Hörvelsingen für ein Pilotprojekt vom Landschaftserhaltungsverband Alb-Donau-Kreis ausgewählt worden, um Kindern den Wert der Natur zu verdeutlichen und um zu zeigen, wie wertvoll Flächen sind, die oft unscheinbar wirken. Das Projekt wird zu 70 Prozent mit Geld vom Land gefördert, den Rest finanziert der Verband selbst. Laut Lydia Steffan sind drei Umweltpädagogen verpflichtet worden, unter anderem Alexander Rothenbacher, der den Schülern den Arbeitsablauf erläutert hat und zeigte, welches Astwerk abgeschnitten werden muss, damit der Heideboden wieder mehr Licht bekommt. Alexander Rothenbacher bezeichnete die Aktion als „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“.

Die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache. Stolz waren die Heidepfleger auf die stattlichen Haufen mit Gehölz-Abraum am Ende der gemeinsamen Aktion. Das Vesper mit Würstchen vom Grill sowie Brötchen und Getränken hatte sich der Arbeitstrupp verdient. Am Freitag sind die Dritt- und Viertklässler aus Erbstetten bei der Heidepflege im Einsatz.

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