Crailsheim Zusammen im Zeichen der Wärme

Crailsheim / swp 20.06.2018
Führende Vertreter der deutschen Energiewirtschaft haben sich bei den Stadtwerken Crailsheim getroffen.

Das Frühlingstreffen des Energieeffizienzverbands für Wärme, Kälte und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sah Vertreter von Deutschlands größten Energieversorgern wie ENBW, Vattenfall, Stadtwerke München oder N-Ergie vereint, die in Crailsheim politische und rechtliche Themen der Fernwärmebranche diskutierten. Unter anderem ging es darum, praktische Erfahrungswerte in anstehende gesetzliche Änderungen einfließen zu lassen.

Die Bundesregierung plant einige grundlegende rechtliche Änderungen für Verbraucher und Versorger. So ist unter anderem die Einführung des Gebäude-Energie-Gesetzes in Vorbereitung, das Energieeinsparverordnung, Energieeinsparungsgesetz und Erneuerbare-­Energien-Gesetz zusammenführen soll. Außerdem steht eine Novellierung der Wärmelieferverordnung an, die wesentlich auf Wohngebäude mit vermietetem Wohnraum abzielt. Mit den Gesetzesänderungen werden die Weichen für die künftige Wärmeerzeugung gelegt, war sich das Projektteam einig. Dabei sollte die effiziente und umweltfreundliche Kraft-Wärme-Koppelung stärker berücksichtigt werden.

Das Beispiel Crailsheim zeigt, welches Einsparpotenzial in der Wärmeenergie liegt. Laut Klimaschutzkonzept beträgt der Anteil Wärme am Gesamtenergieverbrauch der Stadt 53 Prozent. Erzeugt wird die Wärmeenergie noch zu 80 Prozent aus fossilen Energieträgern. Eine Kombination aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Koppelung zur Wärmeerzeugung kann Ressourcen und Umwelt schonen.

500 Tonnen CO2 gespart

Die Stadtwerke Crailsheim setzen seit Langem auf die effiziente KWK-Technologie. Denn 90 Prozent der erzeugten Energie kann in Form von Wärme und Strom genutzt werden. Mehr als 25 eigene Heiz- oder Blockheizkraftwerke betreibt der regionale Energieversorger. Zum Schluss besichtigten die Teilnehmer die solarthermische Anlage Hirtenwiesen. Hier konnte gezeigt werden, wie ein ganzes Stadtgebiet mit solarer Wärmeenergie in Kombination mit einem Heizkraftwerk mit Fernwärme versorgt wird. Hier werden jährlich 500 Tonnen CO2 gespart.

Vorschläge für Stellungnahmen

Schwerpunkt des Projektkreises Betriebswirtschaft ist es, aktuelle und künftige betriebswirtschaftliche und vertriebliche Fernwärmethemen zu diskutieren und dem Verband AGFW Feedback aus den Unternehmen und Vorschläge für politische Stellungnahmen mitzugeben.

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