Sanierung Zeitplan wackelt schon zu Beginn

In der Chemie-Sammlung im Schwanenseegebäude des Albert-Schweitzer-Gymnasiums werden bereits die ersten Umzugskartons gepackt. Nun müssen sie allerdings zunächst zwischengelagert werden, da die Container noch nicht aufgestellt wurden.
In der Chemie-Sammlung im Schwanenseegebäude des Albert-Schweitzer-Gymnasiums werden bereits die ersten Umzugskartons gepackt. Nun müssen sie allerdings zunächst zwischengelagert werden, da die Container noch nicht aufgestellt wurden. © Foto: Christine Hofmann
Crailsheim / Christine Hofmann 15.06.2018

Die Sanierung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) beginnt – bald. Ab heute wird erst einmal die Baustelle auf dem Lehrerparkplatz eingerichtet: Absperrungen werden aufgestellt, Material angeliefert und ein Bürocontainer für die Bauarbeiter aufgestellt. Dann beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Aufstellung der 16 Container, in denen während der Bauzeit in den kommenden vier Jahren Schüler unterrichtet werden.

Die Freude über die lang geplanten und mehrfach verzögerten Umbauten und Erneuerungen ist am ASG jedoch verhalten. Der Grund: Der Startschuss kommt bereits mit einer Verzögerung. „Die Vorarbeiten sollten laut Zeitplan längst erledigt sein. Hier sollten schon Container stehen. Es war geplant, dass die Kollegen der Naturwissenschaft bereits anfangen, die Sammlungen in die Container-Fachräume umzuziehen“, berichtet Rektor Günter Koch.

Umzug vor den Ferien geplant

In der letzten Woche vor den Sommerferien sollten dann Schüler und Lehrer gemeinsam die Tische und Stühle aus den Klassenzimmern im Schwanenseegebäude in die Containerklassen tragen.

Wie kommt es zum zeitlichen Verzug? Die Stadtverwaltung macht dafür die Baufirmen verantwortlich. „Bei den Bauarbeiten am Fundament sind wir auch auf die Verfügbarkeit der ausführenden Betriebe angewiesen, daher starten die Bauarbeiten nächste Woche“, teilt Kai Hinderberger, Ressort Digitales und Kommunikation, auf HT-Nachfrage mit.

Der stellvertretende Schulleiter Max Kopplin, der als Vertreter der Schule an den wöchentlichen Baubesprechungen teilnimmt, sieht die Verantwortlichkeit eher auf Seiten der Stadt: „Die Firma, die die Container liefern soll, wurde zu spät beauftragt. Da hatte sie bereits einen Großauftrag angenommen. Nun müssen wir warten.“

Die Wartezeit ist ungünstig, weil sich die Ausräum- und Umzugswoche, in der Lehrer und Schüler gefordert sind, mitten in die Sommerferien verschiebt. „Ich kann ja niemanden dazu verpflichten, in den Ferien die Schule auszuräumen. Da bekomme ich Probleme mit dem Personalrat – und zwar zu Recht“, sagt Koch. Das Verpacken der Biologie- und Chemiesammlung müsse jedoch von den Fachlehrern selbst erfolgen, die genau wüssten, wie man mit den sensiblen Stoffen und Geräten umgehen müsse. „Wie wir das lösen sollen, weiß ich noch nicht.“ Die Stadtverwaltung hofft, so informiert Kai Hinderberger, dass die Container möglicherweise noch in der letzten Schulwoche geliefert und die Kartons darin untergestellt werden können.

Die Sanierung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ist ein Großprojekt: Nicht nur der Zeitrahmen (vier Jahre) und der Kostenrahmen (13 Millionen Euro) sind gigantisch. Auch der Planungsaufwand vor und während der Baumaßnahme ist enorm. „Es sind unzählige Dinge zu bedenken“, berichtet Max Kopplin. Welche Wege Schüler und Lehrer künftig über das Schulgelände gehen, wohin der Bäcker-Kiosk während der Bauarbeiten ausweichen soll oder wie die Arbeiten vonstatten gehen, um den Schulbetrieb und die Anwohner möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind nur einige der Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen. „Das Thema Sanierung beschäftigt uns sehr“, sagt Kopplin. „Und es wird uns noch lange Zeit beschäftigen.“

Zeitplan der Schulsanierung

Zuerst wird das Schwanenseegebäude saniert. Es soll im Sommer 2019 fertig sein. Dann wird mit einer geplanten Bauzeit von sechs Monaten der Neuestbau renoviert. Ein Jahr werden danach der Umbau des Verwaltungstrakts und des Lehrerzimmers dauern, etwa ein halbes Jahr die Sanierung des Hauptbaus. Zuletzt kommt der Hexenbuckelbau an die Reihe. Hier sind neun Monate Bauzeit eingeplant. Im Sommer 2022 sollten alle Arbeiten abgeschlossen sein. hof

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