Wunderbar klingendes Geschenk

Überzeugte beim Benefizkonzert in der Johanneskirche: der Posaunenchor aus Jagstheim. Foto: Ralf Snurawa
Überzeugte beim Benefizkonzert in der Johanneskirche: der Posaunenchor aus Jagstheim. Foto: Ralf Snurawa
RALF SNURAWA 18.09.2013

Für eine gut gefüllte Johanneskirche sorgte das aus Anlass des 60. Geburtstags von Dekan Dr. Winfried Dalferth veranstaltete Benefizkonzert zugunsten der Jugendarbeit des evangelischen Kirchenbezirks. "Super, vielseitig, multitönend, irre", brachte es Jubilar Dalferth am Ende des Konzerts auf den Punkt. Fünf Ensembles aus dem evangelischen Kirchenbezirk Crailsheim und Kantor Christoph Broer hatten ein abwechslungsreiches Konzert zusammengestellt.

Zwei Chöre hatten sich daran beteiligt. Eine besonders ausdrucksvolle Wiedergabe gelang dem Bezirksjugendchor unter Leitung von Florian Lampadius. Drive erhielt Per Harlings "Du schaffst Weite" zu Beginn. Mit Zuversicht im Ton wurde danach "O Dio, crea in me" gesungen. Sanft schwingend und verklingend hörte sich Wilhelm Peterson-Bergers "Stemning" an. Zupackenden Groove verliehen die Sänger Jochen Ferbers gospelartigem "Love Is A Fire". In besonders hohe Stimmlagen entführte das "Dona nobis pacem" der Community Iona.

Christoph Broer ließ auf der Orgel Präludium und Fuge in g-Moll von Nikolaus Bruhns folgen. Toccatenhaft-virtuose Figurationen trafen im Präludium auf zurückhaltende Kantabilität als Überleitung zur packend interpretieren Fuge. Broer fügte später noch den "Grand Chur" aus Johannes Matthias Michels "Suite Jazzique" zwischen die Ensembleauftritte. Dabei kamen die "blue notes" vor allem in den leiseren Passagen zur Geltung.

Als zweiter Chor war der "Chor Regenbogen" aus Ellrichshausen mit Chorleiterin Beate Kaltenbach zu hören. Neben einem Geburtstagsständchen für den Jubilar, Klaus Heitzmanns "Wir wünschen Gottes Segen" faszinierte die Wiedergabe von Suaheli-Weisen, speziell Edwardi Kabukas wunderbar lebendig vorgetragenes "Amezaliwa Bwana".

Popartige Lieder standen dem mit Wolfgang Vorländers "Wenn der Herr mich befreit" und Bob Kauflins "The Look" gegenüber. Das Musikteam der Evangelischen Kirchengemeinde Satteldorf mit Sängerin Dorothee Munzinger - begleitet von Posaunentönen, einfühlsamem Klavierspiel und Cajon-Rhythmen - ließen die beiden Lieder zu empfunden vorgetragenen Momenten werden. Zwei Posaunenchöre ergänzten das Programm. Empfundene Blechbläsertöne aus Jagstheim erklangen unter Leitung von Ulrich Hasel zu Jacob de Haans "Yellow Mountains". Michael Schütz "Vater, deine Liebe" bot genauso jazzig groovende Momente wie Traugott Fünfgelds "Postludio", Letzteres besonders schön locker swingend und mit gelungener "hot intonation" in den Trompeten.

An diesen Vortrag kam der Bezirksposaunenchor Crailsheim mit seinem Dirigenten Günther Weid-Lachs jedoch nicht ganz heran. Aber zum Schluss gelang noch der "Black Bottom Stomp" von Jelly Roll Morton. Mitreißend klang nach der "Prozession der Edlen" aus Nikolai Rimski-Korsakovs Oper "Mlada" und dem gesanglich vorgetragenen "Ich harrete des Herrn" aus Felix Mendelssohns zweiter Sinfonie "Lobgesang" das "Ose schalom bimromav". Da riefen die Blechbläser in der Crailsheimer Johanneskirche in ihrer Ausgelassenheit Erinnerungen an eine Klezmer-Band hervor.

Lobende Worte und Geschenke für den Dekan
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