Crailsheim Wohnen: Crailsheim soll eine Stadt für alle bleiben

Crailsheim / Andreas Harthan 17.07.2018
2019 wird das hundertjährige Bestehen der Crailsheimer Baugenossenschaft gefeiert. Die Zielsetzung ist bis heute die gleiche geblieben: Bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Städte sind für alle da, was denn sonst? Städte wie München, Hamburg oder auch Stuttgart sind längst nicht mehr für alle da. Das hat nichts mit Fahrverboten zu tun, sondern mit Mieten. Die sind inzwischen so hoch, dass viele Menschen nicht mehr dort wohnen können, wo sie arbeiten. Was das mit Crailsheim zu tun hat? Auf den ersten Blick wenig.

Aber schon der zweite offenbart, dass auch in dem aufstrebenden Wirtschaftszentrum in Hohenlohe Eigentums- und Mietwohnungen immer teurer werden. Das hat die Crailsheimer Baugenossenschaft veranlasst, schon in ihrem Geschäftsbericht 2016 zu schreiben: „Wir leisten durch unser Mietwohnungsangebot einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Crailsheim eine Stadt für alle bleibt.“

Die Genossenschaft, die im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird, investiert deshalb viel Geld in den Bau von günstigen Mietwohnungen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als drei Millionen Euro in den Neubau in der Florian-Geyer-Straße im Stadtteil Türkei gesteckt. Dort sind 43 attraktive Mietwohnungen entstanden. In diesem Jahr, erzählen Geschäftsführer Thomas Münkle und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Belzner im HT-Gespräch, wird im Hammersbachweg gebaut. Dort entstehen 17 Mietwohnungen – ebenfalls ein Millionenprojekt.

Etliche Projekte in Planung

Auch in den folgenden Jahren will die Baugenossenschaft im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten Mietwohnungen bauen. Münkle und Belzner berichten von „mehreren Projekten“, die bereits angedacht sind. Die sollen zunächst einmal auf Grundstücken realisiert werden, die der Baugenossenschaft gehören. Man hat sich im Rathaus aber auch schon für kommende Baugebiete vormerken lassen – auch dort, wo man erst Grund und Boden erwerben muss. So will man weiterhin wesentlich dazu beitragen, dass Crailsheim eine Stadt für alle bleiben kann.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel