Windpark Windpark Schäfer schrumpft - Kooperation geplant

Die Darstellung der geplanten Standorte und die Abstände aus der Präsentation der W-I-N-D Energien GmbH finden Interessierte im Internet unter www.swp.de/2209431 . Mit dieser Planung hat sich das Unternehmen auf die Ausschreibung der staatlichen Forstverwaltung Baden-Württemberg beworben.
Die Darstellung der geplanten Standorte und die Abstände aus der Präsentation der W-I-N-D Energien GmbH finden Interessierte im Internet unter www.swp.de/2209431 . Mit dieser Planung hat sich das Unternehmen auf die Ausschreibung der staatlichen Forstverwaltung Baden-Württemberg beworben. © Foto: Michael Weber-Schwarz
Frankenhardt / CHRISTINE HOFMANN 18.09.2013
Ein Vorschlag zur Güte in Sachen Windpark Schäfer liegt jetzt auf dem Tisch: weniger Anlagen, mehr Abstand und eine Kooperation von zwei Investoren unter Frankenhardter Beteiligung.

Mit der W-I-N-D Energien GmbH aus Dettingen unter Teck stellte sich in der jüngsten Sitzung des Frankenhardter Gemeinderats ein neuer Investor vor, der im Rennen um den künftigen Windpark Schäfer gute Chancen hat, den Zuschlag zu erhalten. Der Landesbetrieb Forst hatte als Wald-Grundstückseigentümer Investoren aufgefordert, Pachtangebote abzugeben. Elf Bieter beteiligten sich. Mit 88 von 100 möglichen Punkten hatten die Dettinger einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Die erst wenige Monate existierende Bürgerenergie Frankenhardt (bestehend aus der ENBW-Tochter ZEAG, der Gemeinde sowie der Energiegenossenschaft Frankenhardt), die gegründet wurde, um der Gemeinde zumindest einige Mitspracherechte an einem künftigen Windpark einzuräumen, liegt abgeschlagen auf Platz neun.

Die Planung der W-I-N-D Energien beinhaltet das Aufstellen von fünf Windrädern mit einer Nabenhöhe von 140 Metern im Waldstück Schäfer. Zu den umliegenden Ortschaften werden dadurch Abstände von 900 bis 1200 Metern eingehalten. Wir erinnern uns: Die ZEAG Erneuerbare Energien plante auf demselben Flurstück zehn Windkraftanlagen mit einem Abstand von 700 Metern zur Wohnbebauung.

Die Reduzierung der Anlagen in den Plänen von W-I-N-D Energien basiere vor allem auf energetischen Überlegungen, erklärte Jochen Kreidenweiss, einer der zwei geschäftsführenden Gesellschafter: "Wir rechnen mit einem Abstand von sechs Rotordurchmessern zwischen den Anlagen. Bei geringeren Abständen gibt es zu viele Energieverluste und Probleme mit der Standsicherheit." Kreidenweiss betonte, dass die Bedenken der Anwohner mindestens ebenso berücksichtigt werden müssten, wie die des Artenschutzes.

"Es bedarf einer Energiewende - aber sie muss verträglich sein: Fünf Anlagen und ein Abstand von mindestens 900 Metern sind aus unserer Sicht ein guter Kompromiss", fasste Gesellschafter Alexander Wiethüchter die Überlegungen zusammen, die in die Pläne eingeflossen sind. Die Bürger der Interessengemeinschaft der Schäfer-Anrainer, die mit Aktions-T-Shirts mit dem Aufdruck "1000 Meter Abstand - Ja" die Zuhörerränge in der Burgberghalle Oberspeltach füllten, hörten das gern.

So positiv die W-I-N-D-Energien-Planung mit der Aussicht auf weniger Anlagen und mehr Abstand von den Gemeinderäten auch aufgenommen wurde, die Entscheidung, welcher Investor in Frankenhardt einen Windpark errichten darf, fällt im Ministerium für Ländlichen Raum. Die Gemeinde Frankenhardt kann lediglich eine Stellungnahme abgeben. Die läuft auf einen Kompromiss hinaus: Der Gemeinderat spricht sich gegenüber dem Forst BW - erstens - für das Beteiligungsmodell der Bürgerenergie Frankenhardt, also das Projekt mit der ZEAG, aus. Die ZEAG akzeptiert zwischenzeitlich eine Begrenzung auf fünf Anlagen.

Die Gemeinde würde - zweitens - eine Kooperation zwischen W-I-N-D Energien und ZEAG akzeptieren, bei der das Bürgerbeteilungsmodell erhalten bleibt und der Gemeinde weiterhin Mitspracherechte eingeräumt werden. Wie genau die Zusammenarbeit zweier Investoren an einem Windprojekt aussehen könnte, sollen weitere Gespräche klären. Nun bleibt abzuwarten, wie dieser Vorschlag in Stuttgart ankommt.



Flächennutzungsplan liegt bis zum 15. Oktober aus

Der Plan befindet sich seit dem 16. September bis zum 15. Oktober in der Auslegungsphase.

Jetzt können Bürger und Träger öffentlicher Belange ihre Bedenken vortragen. Erst wenn der Flächennutzungsplan der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim beschlossen und das immissionsschutzrechtliche Bauantragsverfahren mit Gutachten zum Artenschutz, der Standfestigkeit, des Schallschutzes und des Schattenwurfs durchgeführt ist, wird eine Windkraftnutzung im Gebiet Schäfer möglich sein.

 


Quelle: W-I-N-D Energien GmbH  
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