Energie Windpark Hummelsweiler nimmt Form an

Die erste Anlage im Windpark Hummelsweiler (die auf dem Bild erst zwei Rotorblätter hat), ist inzwischen komplett fertig. Drei weitere Anlagen sind noch im Bau.
Die erste Anlage im Windpark Hummelsweiler (die auf dem Bild erst zwei Rotorblätter hat), ist inzwischen komplett fertig. Drei weitere Anlagen sind noch im Bau. © Foto: Windkraftanlage im Windpark Hummelsweiler, WInd-Energien-GmbH
Hummelsweiler / Katharina Scholz 06.04.2017
Vier Windräder entstehen bei Hummelsweiler. Im Sommer sollen sie in Betrieb gehen. Weitere Anlagen sollen nicht gebaut werden.

In den vergangenen Tagen konnten die Rosenberger dabei zuschauen, wie die vier Türme der Anlagen im Windpark Hummelsweiler immer weiter in die Höhe wachsen. Nun steht die erste Windkraftanlage komplett mit Gondel und allen drei Rotorblättern da. Manfred Pawlita von der Wind-Energien-GmbH zufolge soll der Windpark Hummelsweiler in Betrieb gehen. „So schnell wie möglich“, fügt er an.

Nach Berechnungen des Projektierers bringen die vier Windkraftanlagen zusammen zwölf Megawatt Leistung, was 30 Millionen Kilowattstunden im Jahr entspreche. Damit können laut Pawlita 8000 Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgt werden.

149 Meter beträgt die Nabenhöhe der Anlagen, also die Höhe des Turms. Rechnet man die Rotorblätter noch dazu, ergibt sich eine Gesamthöhe von rund 205 Metern. Nicht allen Anwohnern gefallen diese großen Windräder in direkter Nachbarschaft. In der Gemeinde, vor allem rund um den Windpark Rosenberg Süd, gab es deswegen massiven Widerstand. Die Windkraftgegner bemängeln unter anderem den geringen Abstand der Anlagen zu den Ortschaften. Dazu sagt Pawlita in Bezug auf den Windpark Hummelsweiler: „Der gesetzlich vorgegebene Mindestabstand von 700 Metern wird nicht nur eingehalten, sondern sogar überschritten.“ Mehr als 1000 Meter seien die meisten Ortschaften entfernt. Nur zum Schimmelhof seien es rund 800 Meter bis zur nächstgelegenen Windkraftanlage.

Zumindest aber müssten sich die Menschen in Hummelsweiler und Umgebung keine Sorgen machen, dass in Zukunft noch weitere Windräder für den Windpark dazu kommen. „Vier Anlagen sind genehmigt“, sagt Manfred Pawlita. „Für Hummelsweiler wird es bei vier Anlagen bleiben.“

Keine Konkurrenz erwünscht

Theoretisch sei es möglich, in der Konzentrationszone noch weitere Anlagen zu bauen, wirtschaftlich sei das aber nicht sinnvoll. Käme noch ein Windrad dazu, stünde es in Konkurrenz zu den Anlagen, die gerade gebaut werden.

„Wir werden einen Teufel tun und noch eine Anlage bauen, die den Ertrag der anderen Anlagen mindert“, sagt Pawlita. Wenn ein anderer Projektierer auf die Idee käme, in der Konzentrationszone eine weitere Windkraftanlage zu bauen, dann hätte die Wind-Energien-GmbH etwas dagegen und würde sich wehren.

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