Immer wieder versteigert der Münchner Antiquitätenhändler Peter Vogt Stücke aus der Crailsheimer Fayencenfabrik. In diesem Jahr bietet er anlässlich seines 30-jährigen Firmenjubiläums ganz besondere Stücke „von musealer Qualität“ an. Der Katalog im Jubiläumsjahr umfasst nur 30 Objekte, darunter drei aus Crailsheim. Das wertvollste Stück ist ein Jagdkrug um 1770, der mit 10 000 Euro veranschlagt ist. Im Angebot sind aber auch ein Blumenkrug um 1774 (6000 Euro) und eine Gärtner-Figur mit Spaten um 1780 (4000 Euro). Figuren wie der Gärtner wurden in der Crailsheimer Manufaktur nur selten produziert.

Ob eines dieser attraktiven Stücke den Weg nach Crailsheim findet, ist auch in diesem Jahr offen. Ob die Stadt mitsteigert, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Das Stadtmuseum verfügt mit annähernd 400 Objekten über eine große Fayencensammlung. Die sei, sagte Museumsleiterin Friederike Lindner im vergangenen Jahr, „qualitätsvoll und vielfältig“, und werde nur ergänzt, „wenn sich neue Aspekte ergeben“. Nach Erinnerung von Peter Vogt hat die Stadt in den vergangenen Jahren nicht mitgesteigert. Privatleute aus Crailsheim hingegen schon, und so ist die eine oder andere Fayence doch in die Heimat zurückgekehrt. Fayencen wurden in Crailsheim im 18. Jahrhundert hergestellt.