Crailsheim Waldspaziergang: Herrchen sollen Hunde anleinen

Die Aufzuchtzeit von Jungwild dauert noch etwa bis Mitte Juli.
Die Aufzuchtzeit von Jungwild dauert noch etwa bis Mitte Juli. © Foto: Archivfoto
Crailsheim / PM 09.06.2016
Die Jägervereinigung Crailsheim warnt: Rehkitz, Junghase und Rebhuhnküken sind jetzt noch leichte Beute. Hunde sollten deshalb angeleint werden.

„Er will ja nur spielen“ – oft hören Jäger diese Antwort von Hundebesitzern, wenn sie diese in der Natur auf ihre freilaufenden Vierbeiner ansprechen. „Das Spiel des Hundes ist angeboren und dient dem Erlernen des Beutemachens – wie bei seinem wilden Verwandten, dem Wolf. Die potenzielle Beute findet dieses Spiel gar nicht lustig“, teilt die Jägervereinigung Crailsheim mit.

Junge Wildtiere wie Rehkitz und Junghase vertrauen in dieser Jahreszeit auf ihre tarnende Fellzeichnung und ihren noch nicht ausgebildeten Körpergeruch. Sie fliehen nicht vor einer Gefahr, sondern drücken sich, das heißt, sie bleiben regungslos liegen und hoffen, nicht entdeckt zu werden. Kommt Mensch oder Hund einem solchen Fellbündel doch einmal so nahe, dass es die Flucht ergreift, ist es – zumindest gegenüber einem Hund – meist zu spät. Auch beim braven Stubenhund kann dann spontan der Jagdtrieb durchbrechen.

Die Jägervereinigung Crailsheim appelliert deshalb an Hundebesitzer, während der Aufzuchtzeit von Jungwild, die noch bis etwa Mitte Juli dauert, beim Spaziergang in Wald und Feld sicherheitshalber auch folgsame Hunde an die Leine zu nehmen. Auf Nummer sicher geht, wer seinen Hund freiwillig anleint. Auch wenn das Gesetz diese Leinenpflicht nur zu Notzeiten verbindlich vorschreibt (Gemeinden können hier eigene Regeln festlegen), will kein Hundehalter seinen treuen Gefährten beim Fangen eines Rehkitzes, Junghasen oder Rebhuhnkükens beobachten müssen.