Waldenburg Waldenburger diskutieren über Asylheim

Waldenburg / FÄR 11.03.2015
35 Asylbewerber will der Hohenlohekreis in einem Waldenburger Haus unterbringen. Beim Info-Abend melden sich Stadträte und Bürger zu Wort.

Fast 80 Waldenburger drängen sich kürzlich im Franz-Gehweiler-Haus. Thema ist die geplante Asylbewerberunterkunft, die der Hohenlohekreis in der Steinstraße 15 einrichten will - ein Gebäude, das zum Verkauf steht.

Als schwierig sieht Stadtrat Falk Kittsteiner die Integration der Asylbewerber im Ort an - weil sie nicht so lange da seien. Seine Amtskollegin Jana Hafner macht sich Sorgen: "Das Haus wirkt zwar großzügig. Aber werden 35 Bewerber dort menschenwürdig untergebracht?" Kreisdezernent Gotthard Wirth erklärt, dass 260 Quadratmeter zur Verfügung stünden - pro Bewerber seien ab 2016 nur sieben Quadratmeter vorgeschrieben.

Mehrere Nachbarn melden sich in der Fragestunde zu Wort. Es geht ruhig und gesittet zu. Einer beschwert sich, dass er vor vollendete Tatsachen gestellt werde. 35 Leute, das seien einfach zu viel. "Ich lass aber alles auf mich zukommen. Dann kann ich immer noch entscheiden, wo ich weiter wohnen will", sagt er. Einige weitere Bürger fragen nach, wie sie helfen könnten. Bürgermeister Markus Knobel lädt zum runden Tisch ein, an dem alle Freiwilligen zusammenkämen.

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