Crailsheim Wachstum geht weiter

Eurythmie, eine spezielle Tanzform, ist ein Teil des Waldorf-Unterrichts.
Eurythmie, eine spezielle Tanzform, ist ein Teil des Waldorf-Unterrichts.
Crailsheim / UTE SCHÄFER 26.11.2012
Was die Schüler der Crailsheimer Waldorfschule in der letzten Zeit gelernt haben, zeigten sie am vergangenen Samstag auf der Bühne der Roßfelder Sporthalle beim "Tag der Waldorfpädagogik".

"Freut euch auf Chemie", sagt Lehrer Friedemann Mayer zu den vielen jüngeren Schülern der Crailsheimer Waldorfschule - und führte ein eindrucksvolles Experiment vor: Der gleiche lilafarbene "Zaubersaft" färbte sich mal rosa, mal gelb, mal grün.

Auch sonst zeigten die Schüler ihren Eltern und den Freunden bei der Monatsfeier, was sie in den vergangenen Wochen und Monaten gelernt hatten. Schwierige Eurythmie-Übungen, zum Beispiel, russische und englische Lieder, mehrstimmig dargeboten, dazu viel Musik und Bewegung.

Auch das Schulorchester trat auf. Das steht in vielem symbolhaft für die gesamte Schule: Geleitet wird es vom Geschäftsführer der Schule, Wolfgang Hermann-Kautter, einem Musiker und Geigenlehrer. Die Kinder lernen bei ihm das Instrument im Geigenprojekt in der zweiten Klasse kennen. Wer Lust hat, geigt weiter.

Gestartet wurde das Orchester dann vor zwei Jahren mit einer guten Handvoll junger Streicher, jetzt kommen jährlich neue dazu. Immer vielstimmiger wird das Orchester, entsprechend bunter die Stücke. Das gilt für die gesamte Schule auch: Seit 2006 kam jedes Jahr eine neue erste Klasse dazu und mit ihr die entsprechenden Lehrer. Heute zählt die Crailsheimer Waldorfschule rund 110 Schüler und 14 Lehrer.

Auch die Schule ist noch nicht ausgewachsen. Die Schüler der ersten Stunde gehen zwar mittlerweile in die siebte Klasse, doch wenn sie die achte Klasse hinter sich gebracht haben, das ist in eineinhalb Jahren, "dann steht die Schule vor einer neuen großen Herausforderung", sagt Geschäftsführer Hermann-Kautter. "Dann ist für diese Klasse die sogenannte Klassenlehrerzeit vorbei, und die Oberstufe beginnt."

Das geht mit einer Spezialisierung und verschiedenen Angeboten einher. "Da wird es Lerngruppen mit nur wenigen Schülern geben. Da muss man auch die Wirtschaftlichkeit bedenken", sagt Hermann-Kautter: "Wir sind zur Zeit intensiv an der Planung."

Das Ziel ist nämlich eine voll ausgebaute Schule, die das zwölfjährige Waldorf-Curriculum komplett anbietet. "Ob oder wie es dann eine 13. Klasse geben wird, das müssen wir dann sehen."

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