Rosengarten Voll einsatzbereit - trotz Umzugs

Steffen Birzele (23) aus Westheim entlädt einen Anhänger mit C- und B-Schläuchen. Diese werden in das Schlauchlager der neuen Feuerwache gebracht. Birzele ist seit 2002 bei der Feuerwehr. Foto: Marc Weigert
Steffen Birzele (23) aus Westheim entlädt einen Anhänger mit C- und B-Schläuchen. Diese werden in das Schlauchlager der neuen Feuerwache gebracht. Birzele ist seit 2002 bei der Feuerwehr. Foto: Marc Weigert
VERENA BECK 15.06.2012
Es ist so weit: Die sechs Feuerwehrstandorte der Gemeinde Rosengarten beziehen ihre gemeinsame Zentrale zwischen Westheim und Uttenhofen. Die neue Wache bietet eine Nutzfläche von 1300 Quadratmeter.

Ziehen Menschen in eine andere Bleibe, werden gewöhnlich nach und nach die Sachen zusammengepackt. Im neuen Haus oder in der neuen Wohnung stapeln sich dann die Kisten, bis Zeit ist, alles an Ort und Stelle zu bringen. Nicht so, wenn die Feuerwehr umzieht: "Wir müssen trotz des Umzuges 24 Stunden, sieben Tage die Woche einsatzbereit sein", sagt Stephan Melber, Kommandant der Feuerwehr Rosengarten. Für den Samstag heißt das trotz des Umzugs: volle Einsatzbereitschaft. Sie seien immer und in jedem Fall gerüstet, sagt Roland Scholl, Melbers Stellvertreter. Zudem kann das Equipment nicht in Kisten gelagert und irgendwann eingeräumt werden. "Lediglich nicht dringend benötigte Gerätschaften werden auf Paletten gelagert." Dazu gehört die Ausrüstung für Hochwasserunfälle. Auch Gegenstände für Gemeindefeste werden zwischengelagert. Diesen Samstag räumen und fahren die Männer und Frauen der sechs Feuerwehrabteilungen Westheim, Uttenhofen mit den Teilorten Raibach, Tullau sowie Rieden mit dem Teilort Sanzenbach ihre Ausrüstung in das neue zentrale Feuerwehrhaus an der B19 zwischen Westheim und Uttenhofen. Die gesamte Feuerwehr wird bei dem Umzug im Einsatz sein, rund 60 aktive Leute, so Scholl.

Bisher hatte jede Feuerwehrabteilung ihr eigenes Gerätehaus, dazu sechs Einsatzfahrzeuge. Bald werden sieben in der Wache stehen. "Wir haben ein neues bestellt", so Melber. Allerdings sei das noch nicht da, berichtet Günter Seybold, Fachbereich Bürgeramt.

Mit der Zentralisierung der Feuerwehr sollen die Wagen peu à peu ausgetauscht und die Wagenanzahl soll verringert werden. Seybold: "Das ist wirtschaftlicher." Die Fahrzeuge werden "gruppenweise umgezogen", berichtet Melber. Jede Abteilung fährt ihr Feuerwehrauto zum neuen Standort. In der neuen Feuerwache gibt es auch eine Waschhalle. "Bisher mussten wir im Bauhof unsere Autos säubern", so Melber. Normalerweise werden Umzüge genutzt, um auszumisten. Macht das auch die Feuerwehr? "Feuerwehren müssen regelmäßig ausmisten", sagt der Kommandant. Es sei vorgeschrieben, alte Schläuche, Seile und Geräte auszusortieren, da "diese Dinge irgendwann keinen TÜV mehr bekommen".

In der neuen Wache können die Abläufe effektiver organisiert werden. In der alten Westheimer Wache beispielsweise musste das Fahrzeug erst aus der Halle gefahren werden, damit die Feuerwehrleute an ihre Spinde kamen und sich umziehen konnten. Neu ist auch: Neben der Wache steht ein Übungsturm, wo Höheneinsätze geübt werden. Im Kreis Hall gebe es das bisher nicht. Bürgermeister König freut sich auf die neue Wache. "Mit dem neuen Standort haben wir die Einsatzfähigkeit und Wirtschaftlichkeit unserer Feuerwehr perfekt gelöst." Dieser Meinung ist auch Melber: "An der B19 zwischen Westheim und Uttenhofen ist der zentralste Punkt, um alle Ortsteile in weniger als 15 Minuten erreichen zu können."