Lässt sich das mit der Gartenschauplanung vereinbaren? Diese Frage wird noch öfter zu hören sein. Als bei der jüngsten Stadtstrand-Diskussion eine entsprechende Befürchtung laut wurde, hat Baubürgermeister Jörg Steuler erklärt, aneinander vorbei geplant werde sicher nicht; in der Stadtverwaltung wisse die eine Hand durchaus, was die andere tue. Stefan Markus, Leiter des Ressorts Stadtentwicklung, bestätigte das bei Anfragen zum Stadtteil Altenmünster, der ja Teil der Landesgartenschau wäre.

Vor rund zwei Jahren hat der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan „Umgebung ehemaliger Wasserturm“ gefasst. Die entsprechenden Flächen sind Teil eines Gebietes, das für die Gartenschau eine wichtige Rolle spielen würde; Stefan Markus zufolge werden sie selbstverständlich in die laufenden Planungen einbezogen.

Auch beim neuen Wohnbaugebiet Grundwegsiedlung zeige sich, so Markus, in welchem Maß alle Stadtentwicklungsprojekte auf die laufenden Planungen – wie etwa die Gartenschauplanung – abgestimmt würden.

„Neben der Straßenerschließung sollen die Rad- und Fußwegverbindungen so angelegt werden, dass eine unmittelbare Anbindung an ein zukünftiges Landesgartenschaugelände möglich ist.“ Aber auch ohne Gartenschau könne dann „die Idee der fuß- und radläufigen Anbindung an die Innenstadt umgesetzt werden“. Markus: „Grundsätzlich ist die Planung der Landesgartenschau keine losgelöste Maßnahme, sondern soll im städtebaulichen Kontext zur derzeitigen und künftigen Entwicklung stehen.“ Daher werde bei den Entwicklungen in Altenmünster kein möglicher Interessenkonflikt gesehen.

Heilbronn

Eine neue Siedlung

Unterdessen macht das Projekt „Grundwegsiedlung“ Fortschritte. Hier soll Wohnraum für 600 Bewohner entstehen – eine gute Nachricht für alle, die in Crailsheim händeringend nach einer Wohnung suchen. Das gesamte Neubaugebiet grenzt südlich an Altenmünster an. Im Osten verläuft die Eisenbahnstrecke, im Westen liegt das VfR-Sportplatzgelände. Für das über acht Hektar große Gebiet wird unter anderem mit der geringen Entfernung zum Stadtkern geworben, zudem mit einer Infrastruktur, die kaum etwas zu wünschen übrig lässt.

Zahlreiche Vomerkungen

Typische Ein- und Zwei-Familienhausbebauung ist im Westen der Grundwegsiedlung vorgesehen, aber auch Reihenhäuser auf Grundstücken, die bis zu 700 Quadratmeter groß sind. Erschlossen wird das Gebiet durch eine parallel zur Wilhelm-von-­Ketteler-Straße verlaufende Straße und einen ebenfalls noch nicht gebauten Kreisverkehr an der Kirchstraße. Die Stadt geht davon aus, dass das Interesse an Häusern mit ein bis zwei Wohneinheiten in Altenmünster nach wie vor sehr groß ist; insbesondere innenstadtnahe Bauplätze seien stark nachgefragt. Markus: „Die Anzahl der Vormerkungen für das Gebiet der Grundwegsiedlung ist enorm hoch“; die Vermarktung der Grundstücke dieses ersten Bauabschnittes ist für Ende 2019 geplant.

Schwäbisch Gmünd

Neue Wohnformen

Ganz anders wird der Ostteil dieses Neubaugebiets aussehen, der erst in einem zweiten Abschnitt bebaut wird. Hier ist eine verdichtete Bauweise mit bis zu vier Geschossen geplant. Städteplanerisch interessant wird das Ganze durch die ausdrücklich ermöglichten „alternativen Wohn- und Lebensformen“. Der städtebauliche Entwurf soll den Bauherren größtmögliche Vielfalt bieten und dennoch eine klare architektonische Handschrift erkennen lassen. Potenzielle Interessenten für diese Grundstücke haben bereits bei der Verwaltung nachgefragt, sagt Markus, beziehungsweise sie haben darum gebeten, im Zuge einer Ausschreibung unmittelbar benachrichtigt zu werden.

Diese Grundstücke werden ausgeschrieben, sobald der Crailsheimer Gemeinderat die „Richtlinien für die Vergabe von Geschosswohnungsbaugrundstücken“ beschlossen hat.

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