Kunsthandwerkermarkt Kunsthandwerkermarkt: Unikat sucht (und findet) Liebhaber

Crailsheim / Mathias Bartels 06.11.2017
Astrid Hackenbeck organisiert im wasserschloss Erkenbrechtshausen bereits zum fünften Mal ein ganz besonderes Stück Genuss. Gäste kommen diesmal sogar von noch weiter her.

Kunsthandwerkermärkte gibt es zwar nicht gerade wie Sand am Meer, aber Varianten wie die im Wasserschloss in Erkenbrechtshausen findet man nicht so leichthin in der Szene. Das liegt nicht zuletzt an der Veranstalterin. Astrid Hackenbeck legt einen ausgesprochen strengen und eng gezogenen Maßstab an, wenn sie zu „ihrem“ Markt für Kunsthandwerk einlädt.

Im Crailsheimer Teilort jenseits der A 6 heißt es mittlerweile seit 2013 zum fünften Mal „Unikat sucht Liebhaber“, wobei das „Unikat“ auf die Veranstaltung an sich gemünzt werden darf. „Nur Qualität setzt sich durch“, ist die „Macherin“ Hackenbeck überzeugt. Deshalb baut sie voll auf Professionalität und zudem auf ein ansprechendes Ambiente.

„Wunderbare Autodidakten“

Das findet sie in Erkenbrechtshausen allemal. Denn in Haus- und Schlossherr Steffen Knödler hat sie einen kongenialen Partner, der vom Konzept genauso überzeugt ist wie die Organisatorin. Nicht-professionelles Handwerk wird nur zugelassen, wenn es ungemein kreativ und ausgefallen ist. Denn, so Hackenbeck: „Es gibt auch wunderbare Autodidakten.“ Auch die indes sind gefordert, ihre Stände niveauvoll zu gestalten und zu dekorieren.

So haben denn die Augen vieles, um sich satt zu sehen an all diesen Preziosen, die tatsächlich Unikate sind. Massenware sucht man hier vergebens. Alles ist handgefertigt und wird in zeitgemäßem Design präsentiert. Alle Jahre wechseln zuem ein paar der Aussteller, so dass sich von daher keine Routine bei den Besuchern einstellt, die – quasi als zeitigen Vorgeschmack auf den Advent – gewissermaßen aus dem Vollen schöpfen können. Übrigens auch bei Speis und Trank, die genauso exquisit ausgesucht sind.

Die Gäste in Erkenbrechtshausen genießen derweil die späte Sonne im Schlosshof, streunen interessiert durch die Ausstellungsräume, lassen sich beraten, treffen sich auf ein Schwätzchen oder freuen sich schlicht über einen schönen Herbstabend.

Profitiert hat die Veranstaltung heuer nicht zuletzt von einer euphorischen Ankündigung im Magazin „Landlust“, so dass diesmal auch von weither „Liebhaber“ angereist waren. Da spielte es auch keine Rolle, dass ganz edle Stücke durchaus im höheren Preissegment angesiedelt waren. Auf ein Neues also 2018!

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