Tourismus Ungehobene Schätze sind zu bergen

Einblicke ins weitere Vorgehen zur künftigen Werbung für die Fränkische Moststraße erhielten die Teilnehmer der Tagung in Dentlein am Forst.
Einblicke ins weitere Vorgehen zur künftigen Werbung für die Fränkische Moststraße erhielten die Teilnehmer der Tagung in Dentlein am Forst. © Foto: Einblicke ins weitere Vorgehen zur Werbung für die Fränkische Moststraße erhielten die Tagungsteilnehmer. Foto: privat
Kreßberg / swp 15.09.2018
Die Auftaktveranstaltung der Interessengemeinschaft in Dentlein am Forst widmet sich der Weiterentwicklung der Fränkischen Moststraße. Ziel ist es, Streuobst für Gäste erlebbar zu machen.

Wir möchten die Zukunft der Fränkischen Moststraße mit Ihnen gestalten“, erklärte Robert Fischer, Vorsitzender des Vereins Fränkische Moststraße und Bürgermeister von Kreßberg, zum Auftakt der Sitzung am vergangenen Mittwoch in Dentlein am Forst.

Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Fränkische Moststraße und dem Planungsbüro dwif aus München hatte der Verein Tourismusorganisationen, Behörden, Moststationen, Bürgermeister, Streuobstfreunde und Interessierte eingeladen, um die Weichen für den anstehenden, zweijährigen Prozess zu stellen.

Die Erwartungen formuliert

Nach dem Einblick ins geplante Vorgehen der kommenden zwei Jahre konnten die Teilnehmer ihre Erwartungen an den Prozess formulieren. Die Zielrichtung wurde dabei ganz deutlich: Touristische Produkte und ein professionelles Angebot sollen entwickelt werden, um die Kulturlandschaft und das Streuobst für Gäste aus Nah und Fern erlebbar zu machen. Es wurde jedoch betont, dass dafür keine neue Tourismusorganisation gegründet werden soll.

Um einen ersten Überblick über die Fränkische Moststraße als touristische Destination zu erhalten, diskutierten die Anwesenden auch über die Alleinstellungsmerkmale der Region: Welche Besonderheiten gibt es? Und was grenzt die Fränkische Moststraße von anderen Gebieten ab?

„Ich bin mir sicher, dass es hier noch einige ungehobene Schätze gibt, die wir gemeinsam hervorbringen können“, fasste Markus Seibold, Leiter des Destinationsmanagements beim dwif, die Ergebnisse dieser ersten Diskussionsrunde zusammen. Welche spannenden Schätze sich in der Fränkischen Moststraße auftun und wie diese künftig touristisch in Wert gesetzt werden können, werden die kommenden zwei Jahre zeigen.

Die baden-württembergische Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch informierte sich dieser Tage bei einem Besuch in Kreßberg über das geplante Leader-Projekt „Fränkische Moststraße“. Bei Gesprächen mit kommunalen Vertretern und Leader-Akteuren aus der Jagstregion und Bayern sagte sie zu, dass das Land ein gemeinsames Kooperationsprojekt „Fränkische Moststraße“ mit Bayern begrüßen würde. Die Entscheidung hierüber liege aber an den Leader-Akteuren auf baden-württembergischer und bayerischer Seite.

In Anwesenheit der Apfelkönigin der Fränkischen Moststraße, Anna-Maria I, wies sie auf die Bedeutung der Streuobstbestände hin. Mit rund neun Millionen Bäumen auf insgesamt circa 116 000 Hektar Fläche stehen in Baden-Württemberg die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas.

Neue Projekte werden gesucht

Die nächste Förderrunde der Leader-Aktionsgruppe Jagstregion startet. Gefördert werden können Projekte, die die Standort- und Lebensqualität in der Region verbessern. Besonders sind Maßnahmen aus Land­­­schaftspflege, Kunst und Kultur gesucht, ebenso die Gründung oder Weiterentwicklung von kleinen Unternehmen durch Frauen.

250 000 Euro an EU-Mitteln zuzüglich entsprechender Landesmittel für die Projektförderung stehen zur Verfügung. Bis 10. Dezember des Jahres können Anträge eingereicht werden. Daraus wählt der Verein Bürgerschaftliche Regionalentwicklung Jagstregion Mitte Februar Projekte für eine Leader-Förderung aus. Bevor ein Projekt­antrag eingereicht wird, empfiehlt sich in jedem Fall der Kontakt zum Leader-Regionalmanagement, um die Förderfähigkeit der Projektidee zu klären. Das ist per E-Mail an info@jagstregion.de oder unter Telefon 0 79 67 / 90 00 10 möglich. Die Auswahlkriterien sind unter www.jagstregion.de öffentlich zugänglich.

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