Seit dem 26. März steht die offizielle Ugain-App für Apple-Geräte unter iOS als auch für Android-Handys und Tablets zum Download bereit. Nach rund sechs Monaten Entwicklungsdauer ist der „Social Entrepreneur“ Chris Martens stolz darauf, ein für den Anwender kostenloses Produkt auf den Markt bringen zu können, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Ziel der App: im Alltag bequem, schnell und einfach anderen helfen zu können oder Helfer in der Umgebung zu finden.
Ugain wurde im April 2019 gegründet und beschäftigt inzwischen zwei Angestellte. Mit den Werksstudenten Johannes Jahn und Tobias Braun hat Martens über ein halbes Jahr an der App gearbeitet. „Es galt Funktionen zu definieren, Designs festzulegen und das Ganze letztendlich auch noch zu programmieren“, schildert Martens. Nicht immer lief alles reibungslos, und man musste die eine oder andere Herausforderung bewältigen. Aus technischer Sicht sei vor allem die Programmierung des Messengers mit verschiedenen integrierten Funktionen „nicht ganz einfach“ gewesen. „Die größte Challenge und Freude zugleich war für mich jedoch, als ich erstmals vor einem weißen Bildschirm gesessen bin und mir überlegen musste: Okay, wie wollen wir, dass ugain aussieht?“
Insgesamt zeigt sich er sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und ist  stolz auf alle Beteiligten: „Die Ugain-App wird zwar in Zukunft noch um viele Funktionen erweitert werden, aber ich freue mich über diesen historischen Meilenstein.“ Er könne es kaum erwarten „bis den ersten Menschen über die App geholfen wird“.
Die Applikation ist eine sogenannte Volunteering-App, mit der jeder Hilfe anfragen oder anbieten kann. „Ugain ist sozusagen das Uber für Hilfsdienste“, so Martens. Jeder kann ein eigenes Profil erstellen, womit man eigene Hilfsgesuche posten, aber auch die Gesuche anderer in der Umgebung sehen kann. Die gegenseitige Kommunikation erfolgt dann ebenfalls direkt in der App. „Egal ob Hilfe beim Umzug, Putzen, Einkaufen benötigt, eine Mitfahrgelegenheit gefragt oder Werkzeug zum Verleih gesucht wird. Dafür ist Ugain genau die richtige Plattform“, erläutert der Unternehmer.

Eine ganzheitliche Lösung

Dabei unterscheide sich das Modell dennoch von vergleichbaren Angeboten und Nachbarschaftshilfen wie nebenan.de. Die Ugain-App richtet sich beispielsweise nicht primär an eine lokale Community, sondern erlaubt es dem Anwender, ortsunabhängig zu agieren. „Das bedeutet, ich kann jemandem helfen oder Hilfe suchen, egal wo ich gerade bin. Natürlich gibt es noch weitere spannende Funktionen, diese kann jeder gerne selbst entdecken“, ermuntert Martens neue Nutzer. Ugain solle eine ganzheitliche ­Lösung sein. Das Team arbeite nun daran, Vereine, Organisationen und Unternehmen mit einzubinden.
Seit dem 1. April 2019 ist Geschäftsführer und Gründer Chris Martens mit seinem Projekt unter Ugain.co auch im Internet zu finden. „Zur Erprobung des Konzepts habe ich für meine Stadt ­Rothenburg ob der Tauber eine erfolgreiche Facebook-Gruppe mit über 1800 Mitgliedern aufgebaut und eine Hotline eingerichtet. Allein über die Hotline durfte die Ugain Community seit April 2020 in Rothenburg mehr als 530 Haushalten dienen“, betont er.