Crailsheim Über den Wert und den Preis des Wassers

Professor Frieder Haakh von der Landeswasserversorgung, NOW-Geschäftsführer Ernst Rommel und der designierte NOW-Verbandsvorsitzende Klemens Iszak (von links) an einer Station der Wasser-Ausstellung. Foto: Sebastian Unbehauen
Professor Frieder Haakh von der Landeswasserversorgung, NOW-Geschäftsführer Ernst Rommel und der designierte NOW-Verbandsvorsitzende Klemens Iszak (von links) an einer Station der Wasser-Ausstellung. Foto: Sebastian Unbehauen
Crailsheim / SEBASTIAN UNBEHAUEN 08.06.2013
Hahn auf, Wasser Marsch - selbstverständlich, oder? Eine Ausstellung in Crailsheim geht Wert und Preis des Trinkwassers auf den Grund.

Was haben 160 Gramm Kaffeebohnen, ein 39-sekündiges Gespräch mit einem Manager mittlerer Gehaltsstufe und das Versenden von 13 Kurzmitteilungen via Handy gemeinsam? Alles das hat ungefähr denselben Preis wie ein Kubikmeter - also 1000 Liter - sauberes Trinkwasser, das uns Tag und Nacht frei Haus geliefert wird.

Das ist eine der Erkenntnisse, die eine kleine Ausstellung in der Crailsheimer Zentrale der Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) vermittelt. Am Donnerstag wurde die Schau eröffnet. "Wir sind erst die dritte oder vierte Generation der Menschheit, die eine funktionierende Wasserversorgung hat", unterstrich der designierte NOW-Verbandsvorsitzende Klemens Iszak (er löst im Juli Willi Karle ab). Strom und Telekommunikation lägen längst in privater Hand, nur Wasser werde öffentlich geliefert. Damit dies so bleibe, sei "stete Wachsamkeit" geboten.

Anlass für die Wasser-Ausstellung ist das 100. Jubiläum der Landeswasserversorgung (LW), von der die NOW - die gleichzeitig 60. Geburtstag feiert - einen Großteil ihrer "Ware" bezieht. Deshalb hielt LW-Vertreter Professor Frieder Haakh einen knappen Festvortrag. Die flächendeckende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sei "der zentrale Faktor zur Verhinderung von Volkskrankheiten und Epidemien", sagte er. "Baden-Württemberg verdankt einen großen Teil seines wirtschaftlichen Erfolgs der hervorragenden Wasserversorgung."

Wie es dazu kam und wie das System funktioniert, darüber können sich Interessierte noch bis Mittwoch, 19. Juni, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr in der NOW-Zentrale informieren.