Trendiges Schlendern

Von den günstigen Angeboten bei der Crailsheimer XXL-Shopping-Nacht profitieren gerade auch junge Leute.
Von den günstigen Angeboten bei der Crailsheimer XXL-Shopping-Nacht profitieren gerade auch junge Leute. © Foto: Archiv
ibe 07.06.2018

Der Slogan „Shopping in Crailsheim“ steht für das Selbstverständnis des örtlichen Einzelhandels. Aktionen, wie die XXL-Shopping-Nacht, die am Freitag, 8. Juni, um 18 Uhr beginnt und gegen 23 Uhr endet, stellt diesen Anspruch einmal mehr unter Beweis.

Crailsheim ist – besonders in den Segmenten Bekleidung, Wohnen und Automobil – eines der fünf großen Handelszentren in der Region Heilbronn–Franken. Ebenfalls stark vertreten sind Sanitär- und Baufachhandel sowie Unterhaltungselektronik.

Die Digitalisierung stellt die Handelsunternehmen derzeit vor enorme Herausforderungen. „Die Kunden suchen das Einkaufserlebnis, und das zu bieten ist gerade für kleinere Geschäfte nicht immer einfach“, weiß der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Crailsheim, Andreas Manthey: „Da ist viel Kreativität und Innovationsfreude gefragt.“

Dabei kommt vor allem „einer hohen Beratungskompetenz“ im harten Wettbewerb um die Kunden „eine ganz zentrale Bedeutung“ zu, wie auch die IHK Heilbronn-Franken ihrem aktuellen Bericht zur Einzelhandelskaufkraft in der Region kommentierte. 1,2 Milliarden Euro reichen die Einwohner des Landkreises Schwäbisch Hall demnach zuletzt über die Ladentheke.

Pro Kopf sind das exakt 6431 Euro. Die Stadt an der Jagst schöpft von der Gesamtsumme immerhin fast 213 Millionen Euro ab. Crailsheim belegt damit im Ranking der Region immerhin Platz zehn. Wenn es ums Shoppen geht, ist für die Händler der tatsächliche Einzelhandelsumsatz die entscheidende Größe und diese liegt bei stattlichen 8247 Euro. 273 Millionen Euro geben die Verbraucher in Crailsheim aus. Damit kommt die Horaffenmetropole in der Region auf Rang acht. Ein stattliches Ergebnis, das auch verdeutlicht, dass der Einzelhandel in Crailsheim doch einiges an Kaufkraft aus den umliegenden Gemeinden bindet. Doch so erfreulich die derzeitigen Daten auch sind, die Tendenz ist weniger erbaulich. Denn bereits zum dritten Mal in Folge ist der Einzelhandelsumsatz leicht gesunken. Der Handel in der zweitgrößten Stadt im Landkreis tut sich zunehmend schwer, den Abfluss von Umsätzen in die Metropolregionen zu kompensieren. Hier macht sich auch das veränderte Verbraucherverhalten bemerkbar.

Gerade Gebrauchsgüter lassen sich schnell und flexibel über das Internet ordern. Noch liegt Crailsheim mit einer Handelszentralität von 144,2 Punkten deutlich über dem Schnitt in Baden-Württemberg (97,3), doch ist diese Gegebenheit im digitalen Zeitalter nicht mehr in Stein gemeißelt. Das Einkaufsfeeling nachhaltig zu verbessern, ist deswegen auch eine grundsätzliche Aufgabe der Händler, aber auch der Verwaltung. Der weitere Erfolg hängt davon ab, ob es gelingt, die Innenstadt als lebendige und attraktive City mit hoher Lebensqualität zu gestalten, weil die Bereiche Arbeiten, Wohnen und Leben wieder vermehrt zusammenwachsen.

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