Kommentar Traumjob? Nicht mehr!

Andreas Harthan
Andreas Harthan © Foto: Daniela Knipper
Region / Andreas Harthan 13.01.2018

Die Erkenntnis schmerzt: Die Attraktivität des (Ober-)Bürgermeisterpostens in Kommunen lässt stark nach. Und das schon seit Jahren. Wer sich die Kandidatinnen und Kandidaten bei Wahlen in Gemeinden und Städten anschaut, sieht schnell, dass Behörden und Ministerien als Kaderschmieden für den Schultes-Nachwuchs im Land so gut wie ausgedient haben.

War es früher die pure Selbstverständlichkeit, dass mehrere geeignete Bewerber antraten, kann man heute froh sein, wenn es mehr als einen gibt. Etwa bei den bevorstehenden Bürgermeisterwahlen in Ilshofen und Niederstetten. Oder, wie in Rot am See, der amtierende Schultes weitermachen will.

Beunruhigend ist mittlerweile die Zahl derjenigen, die offensichtlich ungeeignet sind, aber trotzdem antreten. Die OB-Wahl in Crailsheim ist noch in unguter Erinnerung. Nun steht eine weitere Auflage einer solchen „Spaßkandidatur“ bevor. Mit Friedhild Miller tritt in Ilshofen, Rot am See und Niederstetten eine selbst ernannte „Aufdeckungspolitikerin“ an, die mal als „Querulantin“, mal als „Pöbel-Konkurrentin“, mal als „Nervensäge“ bezeichnet wird.

Eigentlich will sie ja Bundeskanzlerin werden. Warum tritt sie dann bei unzähligen Bürgermeisterwahlen an? Man will’s gar nicht wissen – und fürchtet um die Würde eines wichtigen Amtes.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel