Rems-Murr-Kreis Trasse durchs Herzstück

Rems-Murr-Kreis / SWP 08.11.2014
Durch den Rems-Murr-Kreis und das Herzstück des Schwäbischen Walds könnten möglicherweise Hochleistungsstromtrassen führen.

Die Netzgesellschaft Transnet-BW hatte am 4. November die neuen Planungen für Hochleistungsstromtrassen in Deutschland präsentiert. Der neue Netzentwicklungsplan zeigt mit einem Blick auf vorhandene Karten, dass die mögliche Trasse zwischen Kupferzell im Hohenlohekreis in Richtung Wendlingen den gesamten Rems-Murr-Kreis und insbesondere das Herzstück des Naturparks Schwäbischer Wald zwischen Murrhardt im Norden und dem Schurwald bei Remshalden im Süden betreffen kann. Dies hat bei den Städten und Gemeinden sowie beim Kreis erhebliche Fragen ausgelöst. Landrat Johannes Fuchs hat in einem Schreiben die Geschäftsführung der Transnet-BW zu einem Gespräch am Mittwoch, 12. November, nach Waiblingen eingeladen. Darin heißt es: "Ich möchte Sie bitten, mir und einer Vertretung der Städte und Gemeinden den derzeitigen Planungsstand zu erläutern. Die Kommunen sind überrascht, dass in der neuen Planung das Herzstück des Schwäbischen Waldes von einer neuen Mega-Stromtrasse betroffen sein könnte. Das würde eine erhebliche Belastung darstellen", schrieb Landrat Fuchs. Der Landkreis und seine Kommunen erwarten deshalb eine zügige Aufklärung hinsichtlich der Planungen.

Sobald diese bekannt sind, sollen auch die Kommunen informiert werden. Landrat Fuchs argumentierte: "Die Planung einer aufwendigen Infrastruktur funktioniert nur in engem Schulterschluss mit Städten und Gemeinden sowie einer intensiven Bürgerbeteiligung." Es reiche nicht aus, Netzentwicklungspläne ins Internet zu stellen, ohne diese den davon möglicherweise betroffenen Menschen zu erläutern.

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