Crailsheim Tiroler und Hohenloher servieren "Wein & Blasmusik" in Crailsheim

"Echt böhmisch" und aus Tirol: die österreichischen Blasmusiker.
"Echt böhmisch" und aus Tirol: die österreichischen Blasmusiker. © Foto: Manfred Kunz
Crailsheim / MANFRED KUNZ 24.11.2014
Vom Wein beseelt, von der Musik beschwingt: Die Besucher in der Hirtenwiesenhalle waren von der Kombination "Wein & Blasmusik" sehr angetan.

Neben kulinarischen Schmankerln wurde dem erwartungsfrohen Publikum bei "Wein & Blasmusik" ein wohlschmeckendes musikalisches Zwei-Gänge-Menü aufgetischt. Den ersten Gang servierte die Blaskapelle "Horaffia". Unter der Leitung von Volkmar Hofmann boten die Lokalmatadoren einen bunten Querschnitt durch verschiedene Blasmusik-Stilrichtungen. So wurde schwungvoll mit den "Klostermanns Musikanten" marschiert und im Walzertakt von einer "Sommernacht in Prag" geträumt.

Natürlich durfte im Programm der "Horaffia" auch die traditionelle Blasmusik nach dem Vorbild von Ernst Mosch nicht fehlen. Bei der Hommage an die Beatles unternahmen die Blasmusiker einen gelungenen Abstecher in die Abteilung Popmusik. Bei konzertanten Stücken stellten die Instrumentalisten bei virtuos vorgetragenen Soli ihr musikalisches Können eindrucksvoll unter Beweis.

Für den Hauptgang war das Tiroler Blechblasensemble "Echt Böhmisch" zuständig. Wer bislang geglaubt hatte, Blasmusik sei überwiegend das Metier älterer Herren, der wurde eines Besseren belehrt. Das Durchschnittsalter der Senkrechtstarter in einschlägigen Volksmusikcharts beträgt gerade mal 25 Jahre. Die Mitglieder des siebenköpfigen Ensembles haben ihr musikalisches Handwerk von der Pike auf gelernt.

Immer wieder ließen die mit viel österreichischem "Schmäh" ausgestatteten Tiroler Burschen ihrer Spielfreude freien Lauf und gaben Kostproben ihres großen Könnens. Vor allem die Soli von Thomas Neumann auf dem Tenorhorn rissen die Besucher zu spontanen Beifallsstürmen hin. Das Repertoire von "Echt Böhmisch" umfasste moderne Brass-Arrangements ebenso wie traditionelle Polka, Walzer und Märsche. Mal mitgerissen im Takt klatschend, mal bei andächtigen und melancholischen Stücken träumend, mal den konzertanten Tönen lauschend, wurde das Publikum in ein angenehmes Wechselbad der Gefühle getaucht.

Den Höhepunkt des von Steffen Hofmann mit viel Mutterwitz moderierten Konzerts gab es am Schluss: "Horaffia" und "Echt Böhmisch" spielten gemeinsam den "Böhmischen Traum" und die heimliche Tiroler Hymne "Dem Land Tirol die Treue".

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