Aalen Student trifft Unternehmen

Volle Gänge: Der Andrang auf der Messe ist groß. Foto: AIM
Volle Gänge: Der Andrang auf der Messe ist groß. Foto: AIM
Aalen / HERIBERT LOHR 22.10.2013
Bereits zum 19. Mal organisieren die Studenten der Hochschule Aalen mit der "AIM" ihre eigene Ausstellung. Unternehmen aus dem Raum Hohenlohe-Franken zeigen daran erneut großes Interesse.

Auch wenn die "Aalener Industriemesse", kurz "AIM for students" in diesem Jahr nicht ganz die Ausstellerzahlen der jüngeren Vergangenheit erreicht, so ist ihre Entwicklung doch erstaunlich. Zum Start im Jahre 1995 beteiligten sich gerade einmal 16 Firmen. Vor zwölf Monaten wurde mit 140 teilnehmenden Firmen gar ein neuer Aussteller-Rekord gebrochen. So viele sind es bei dieser Auflage nicht geworden, doch 131 Betriebe sind einmal mehr eine stattliche Zahl an Ausstellern. Mit dabei sind neben den "großen Namen" aus dem gesamten Nordosten des "Ländles" auch Unternehmen aus ganz Deutschland. "Einigen Interessenten mussten wir sogar absagen", bedauert Melanie Munk. Die Studentin für Maschinenbau und Fertigungstechnik gehört zum dreiköpfigen Team, das die Veranstaltung im Detail organisiert. Denn das ist die eigentliche Besonderheit der AIM: Sie wird von Studenten für Studenten gemacht. Über 120 Studierende helfen mit, dass am morgigen Mittwoch, 23. Oktober, von 9 bis 14 Uhr alles reibungslos über die Bühne geht. Geholfen wird den Betrieben vor allem auch bei der Betreuung der Unternehmensstände. Denn jede Firma bekommt ihren eigenen Betreuer. Die fleißigen Helfer - leicht zu erkennen an den roten Halstüchern und Krawatten - tun damit das Ihre, damit sich die Firmen ganz auf "das Recruiting konzentrieren können und die Veranstaltung für sie abschließend auch zum Erfolg wird. Dafür haben "die Macher" unter anderem auch eine "durchdachte Aufbaulogistik" entwickelt und sorgen auf diese Art zudem für "ein einzigartiges Messe-Flair". Ein Engagement, das gut ankommt. Zumindest in der Region. Nicht weniger als 19 Firmen aus dem hohenlohisch-fränkischen Raum sind mit einem eigenen Stand in Aalen dabei. Auch die Messebeilage wird großflächig von Unternehmen aus dem benachbarten Norden beworben. Ein weiterer Beleg dafür, wie viel Wert die Firmen der Veranstaltung an sich, aber auch dem technisch ausgerichteten Hochschulstandort Aalen beimessen. Für Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler ist die Messe zwischenzeitlich gar "ein grandioses Markenzeichen", das die Bedeutung "der landesweit in Forschung und Wissenschaft führenden HTW Aalen für Innovation und Zukunftssicherung des Wirtschaftsraumes unterstreicht".

Keine Frage, von der Messe profitieren Unternehmen wie Studierende in gleichem Maße. Die Betriebe können sich vor Ort aktiv darstellen und versuchen, den technisch durchgebildeten akademischen Nachwuchs für sich einzunehmen. Die Studenten ihrerseits können sich gleichsam an Firmen wie an interessante Berufe herantasten und dabei auch erste, wichtige Kontakte knüpfen.

Zu einem "echten Hingucker" hat sich dabei die so genannte Jobwand entwickelt, wo die Stellenofferten zentral aufgehängt werden. Die Angebote bleiben auch nach dem Ende der Veranstaltung noch einige Zeit an der Wand. Und: Der in Zusammenhang veröffentlichte Messekatalog wird das ganze Jahr an der Hochschule verteilt und bietet den Studierenden so ein Nachschlagewerk über die heimischen Firmen, auch wenn Prof. Dr. Gerhard Schneider relativiert: "Der Kontakt ist ungemein wichtig. Die Technik und das Internet kann das persönliche Gespräch nicht ersetzen."

Beteiligte Firmen aus Hohenlohe-Franken
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