Schwäbisch Gmünd Starthilfen für Frauen

SWP 28.01.2016
"Die Gmünder Arbeitsloseninitiative a.l.s.o. leistet hervorragende Arbeit." Dieses Resümee zog Christian Lange nach einem Besuch der Einrichtung.

Das Projekt "Alleinerziehende in Teilzeitausbildung" war ein Gesprächsthema des Besuchs des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz und Gmünder SPD-Bundestagsabgeordneten Lange bei a.l.s.o. Das vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung und vom Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt unterstützt Frauen, die alleinerziehend, jünger als 45 Jahre alt sind und Arbeitslosengeld II beziehen sowie keinen Berufsabschluss haben. Martien de Broekert von der a.l.s.o. betonte: "Unser Ziel ist es, die alleinerziehenden Frauen ins Erwerbsleben zu integrieren. Dabei erhalten sie von uns Unterstützung bei der Kinderbetreuung und bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle." Wie viele Frauen von diesem Projekt profitieren könnten, belegen diese Zahlen: In Baden-Württemberg leben 227000 alleinerziehende Mütter, von denen 31,6 Prozent keine Ausbildung haben. Problematisch ist für die Teilnehmerinnen des Projekts vor allem, Betriebe zu finden, die die besonderen zeitlichen Voraussetzungen der Mütter berücksichtigen.

Ein weiteres Angebot der a.l.s.o. ist das Projekt "Zukunft ist jetzt!" für Mütter mit Migrationshintergrund. Das vom Bund und dem Europäischen Sozialfonds finanzierte Programm unterstützt Mütter bei der Anerkennung von Zeugnissen, Ausbildungen und Qualifikationen sowie bei der Stellensuche. Karin Schwenk, Geschäftsführerin der a.l.s.o., erklärte, dass sich die Finanzierungssituation für das Programm sehr verändert hat. "Wir müssen große Anstrengungen unternehmen, um den geforderten Eigenanteil zu erwirtschaften." Die anwesenden Frauen, die in dem Projekt betreut werden, kritisierten die langen Bearbeitungszeiten im Regierungspräsidium (RP), das für die Anerkennung von Zeugnissen für Schul- und Ausbildungen zuständig ist. Ohne die Anerkennung könnten sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen. Christian Lange sicherte zu, sich beim RP nach den Gründen für die lange Bearbeitungszeit zu erkundigen.