Crailsheim Stadthalle: Planungsrate bleibt drin

Crailsheim / Andreas Harthan 20.06.2018
Der Vorschlag aus dem Rathaus, im Nachtragshaushalt fürs laufende Jahr die Planungsmittel für die Stadthalle von einer Million Euro auf 400.000 Euro zu reduzieren, fand in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats keine Mehrheit.

AWV-Fraktionsvorsitzender Norbert Berg bestand erfolgreich darauf, dass die komplette Planungsrate im Etat bleibt. Der Vorschlag der Stadtverwaltung hätte zur Folge gehabt, dass sich der Baubeginn der Stadthalle um ein Jahr nach hinten (2020) verschiebt.

Berg ärgerte sich über eine Formulierung in einer von der Verwaltung angefertigten Sitzungsvorlage für die Stadträte. In ihr heißt es: „Der Gemeinderat hat beschlossen, bei den Planungen im Vorfeld beteiligt zu werden. Der Planungsprozess verzögert sich entsprechend.“ Der AWV-­Stadtrat legte Wert auf die Feststellung, dass der Gemeinderat nicht für eventuelle Verzögerungen verantwortlich gemacht werden könne. Er rief die Verwaltung auf, das Thema „zügig“ anzugehen. Es bleibt also dabei: Baubeginn der Stadthalle soll im nächsten Jahr sein.

Noch vor der Sommerpause werden auf Drängen der SPD-Fraktion die Masterpläne für das Sanierungsgebiet „Östliche Innenstadt“ (in ihm liegt auch der Standort der Stadthalle) im Stadtparlament vorgestellt. Die Verwaltung hat vier Architekturbüros in Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe und Kaiserslautern beauftragt, solche Pläne zu erarbeiten.

Mehr Kindergartengruppen

Nachdem der Gemeinderat den Bau eines neuen Kindergartens vor dem Jugendzentrum abgelehnt hat, muss die Stadt die Einrichtung in der Parkstraße sanieren. Hierfür sind 2,5 Millionen Euro in den Nachtragsetat für 2018 eingestellt worden. Mehr Geld (500.000 Euro) wird in West­gartshausen benötigt, weil dort das Neubaugebiet in einem Zug erschlossen wird. Ursprünglich sollte das in zwei Abschnitten geschehen.

Auch für die Betreuung von Kindern muss in diesem Jahr mehr Geld ausgegeben werden als vorgesehen. Ab September soll es fünf weitere Kindergartengruppen in der Stadt geben (drei im ehemaligen Notariat in der Langen Straße, eine weitere im Kindergarten im Betty-Essinger Weg und eine weitere im Ingersheimer Kindergarten. Und für den Breitbandausbau werden 300.000 Euro mehr benötigt.

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