Crailsheim Staatssekretärin Gurr-Hirsch besucht Sprachheilschule Crailsheim am Schulfruchttag

Schüler und Eltern der Sprachheilschule Crailsheim bereiteten Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch ein gesundes Frühstück mit viel Obst.
Schüler und Eltern der Sprachheilschule Crailsheim bereiteten Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch ein gesundes Frühstück mit viel Obst. © Foto: Christine Hofmann
CHRISTINE HOFMANN 11.06.2016
Dreimal in der Woche bekommen die Schüler der Sprachheilschule Crailsheim frisches Obst und Gemüse zum Frühstück. Das dies nicht nur gesund ist, sondern vor allem lecker, stellte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei einem Schulbesuch fest.

„Das Schulfruchtprogramm ist ein Segen“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch gestern in der Sprachheilschule. Die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hatte sich die Woche der Schulfruchttage für ihren Besuch in Crailsheim ausgesucht. Sie staunte über das reichhaltige Früchte-Büfett, das die Schüler gemeinsam mit ihren Eltern und der Referentin der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (Beki) vorbereitet hatten und ließ sich von Erstklässlern den Schulgarten zeigen.

„Ziel des Programms ist es, Kinder bei der Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Essverhaltens zu unterstützen und ihnen zu vermitteln, dass Obst und Gemüse nicht nur gesund sind, sondern auch richtig lecker schmecken“, sagte Gurr-Hirsch. „Wie ich sehe, wird das hier an der Sprachheilschule vorbildlich umgesetzt.“ Das Schulfruchtprogramm gibt es seit sechs Jahren in Baden-Württemberg. Landesweit nehmen 3300 Schulen und Kindertagesstätten an der Aktion teil. Finanziert wird es durch Fördergelder der EU und durch örtliche Fördervereine oder Sponsoren. Das Programm an der Sprachheilschule wird von der Firma Voith bezuschusst.

Das Schulfrucht-Programm wird auch im kommenden Schuljahr angeboten, erklärte Gurr-Hirsch. Künftig soll es weiterentwickelt werden zu einem Schulprogramm, das neben Obst und Gemüse auch Milchprodukte enthält.

Erster Landesbeamter Michael Knaus erinnerte daran, dass es nur regionales Obst geben könne, wenn weiterhin Obstanbau betrieben und Streuobstwiesen gepflegt würden. Der Landkreis habe dafür in den vergangenen Jahren viel Geld ausgegeben. Für Knaus ist das gut angelegt, schließlich gelte der Satz: Wer jeden Tag einen Apfel isst, bleibt gesund.

Die Schüler der Sprachheilschule wissen das längst, nehmen sie doch seit einem Jahr am Schulfruchtprogramm teil und haben seit 20 Jahren eine jährliche Frühstückswoche, berichtete Schulleiterin Sigrun Herrscher: „Der Zettel in der Obstkiste, wie die Früchte auf die Klassen verteilt werden, ist gleichzeitig eine gute Leseübung.“