Feuchtwangen Spielbanken machen drei Millionen Euro Miese

Zu den finanziell erfolgreichen Casinos zählt die Spielbank Feuchtwangen. Das Casino schloss auch letztes Jahr mit positiven Spielerträgen und Überschuss ab.
Zu den finanziell erfolgreichen Casinos zählt die Spielbank Feuchtwangen. Das Casino schloss auch letztes Jahr mit positiven Spielerträgen und Überschuss ab. © Foto: Archiv/Ralf Stegmayer
Feuchtwangen / dpa 20.06.2018

Die staatlichen Spielbanken in Bayern haben im vergangenen Jahr erneut rote Zahlen geschrieben. Sechs der neun Casinos rutschten nach vorläufigen Daten des Finanzministeriums ins Minus, das sich zusammengerechnet auf knapp drei Millionen Euro belief.

An den Standorten Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen und Bad Wiessee hingegen wurde 2017 ein positiver Ertrag erwirtschaftet. Letzterer verzeichnete mit 6,2 Millionen Euro den mit Abstand höchsten Überschuss. Die drei gemeinsam kamen auf 8,3 Millionen Euro (2016 war es ein Bruttospielertrag von 8,8 Millionen Euro). Demgegenüber machten Bad Kötzting, Bad Steben, Bad Reichenhall, Bad Kissingen, Bad Füssing und Lindau ein Minus von 11,3 Millionen Euro. „Wir betrachten alle unsere Spielbanken als Gesamtheit – die wirtschaftlich Starken wie die Schwächeren erfüllen zusammen wichtige Aufgaben“, teilte Finanzminister Albert Füracker (CSU) mit. Eine Schließung einzelner Spielbanken sei kein Thema.

Der Negativtrend der vergangenen Jahre setzte sich damit weiter fort. Er war nur 2016 durchbrochen worden. Damals hatte sich nach Angaben des Finanzministeriums ein Plus von 126.000 Euro vor allem wegen der Rückzahlung von Spielbankabgaben von 4,7 Millionen Euro für die Jahre 2007 bis 2015 ergeben – und zwar in Folge einer geänderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

Auch die Zahl der Casinobesuche sank vergangenes Jahr weiter auf 669.307. Der sogenannte Bruttospielertrag, also die Einsätze abzüglich der Gewinne, belief sich auf 64,7 Millionen Euro. Der Freistaat bezuschusste die Casinos mit 2,2 Millionen Euro. Die staatlichen Spielbanken sollen laut Ministerium den „natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen“ lenken und unerlaubtem Glücksspiel auf Schwarzmärkten entgegenwirken.

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