Brettheim Später Triumph Gunter Haug liest aus Zeppelin-Buch

Stammgast: Gunter Haug beim Lese- und Erzählabend im Brettheimer Haus der Musik. Foto: Krauß
Stammgast: Gunter Haug beim Lese- und Erzählabend im Brettheimer Haus der Musik. Foto: Krauß
Brettheim / NORMAN KRAUSS 13.12.2013
Jedes Jahr ein neues Buch. Auch heuer konnte Erfolgsautor Gunter Haug (Schwaigern) für sich und seine treue Fangemeinde dieses hochgesteckte Ziel verwirklichen.

Auf Einladung des Fördervereins Erinnerungsstätte kam er bereits zum achten Mal ins Brettheimer "Haus der Musik und Begegnung" und stellte sein jüngstes Buch "Ferdinand Graf Zeppelin" vor.

Er galt als "Narr vom Bodensee", wurde von Kaiser Wilhelm gar als "der Dümmste aller Süddeutschen" tituliert und stieg doch zum Volkshelden und "Mann des Jahrhunderts" auf. Noch heute ist der Name Zeppelin ein Mythos und das Synonym für alle Luftschiffe.

In der anfangs 128 Meter, später bis zu 200 Meter langen Hülle des Luftschiffs bildeten rund 60.000 Kubikmeter hochexplosives Wasserstoffgas eine ständige Explosionsgefahr. Zwei Airbusse hätten in diesem Giganten Platz gefunden. Doch es waren nicht nur die technischen Details, über die der Autor in gewohnt lebendiger, spannender und humorvoller Weise erzählte. Wieder waren es Einblicke in die Persönlichkeit, das Privat- und Familienleben, Alltagserlebnisse und Anekdoten, die den Menschen Ferdinand Graf von Zeppelin und nicht nur den erfolgreichen Unternehmer und Luftfahrtpionier umfassend darstellten.

"Dieser Mann musste in seinem 79-jährigen Leben unzählige Rückschläge und persönliche Niederlagen einstecken, aber genauso oft ist er wieder aufgestanden und hat weitergemacht", beschreibt Haug die Lebensleistung des Grafen vom Bodensee. Große persönliche Stärke verrät auch das Lebensmotto des Grafen: "Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen." Erst mit 52 Jahren, nach seinem Abschied vom Militärdienst, konnte er sich der Erforschung und dem Bau seiner Idee der lenkbaren Luftschiffe widmen, erst mit 70 Jahren wurde er zum Pionier dieser Luftgiganten.

Mit herzlichem Beifall und einem Geschenk dankten Publikum und der veranstaltende Förderverein dem Autor für einen unterhaltsamen Lese- und Erzählabend sowie für die finanzielle Unterstützung der Arbeit der Brettheimer Erinnerungsstätte.

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