Waldenburg So viele Aufträge wie noch nie Nach dem dritten Quartal sieht R. Stahl Prognosen für das Geschäftsjahr bestätigt

Einblicke in die Produktion im Waldenburger Werk. Der Stammsitz wird erweitert, der Bau befindet sich bereits in der Endphase.
Einblicke in die Produktion im Waldenburger Werk. Der Stammsitz wird erweitert, der Bau befindet sich bereits in der Endphase. © Foto: R. Stahl
Waldenburg / PM/INA 08.11.2014
Die wirtschaftliche Entwicklung beim Waldenburger Explosionsschützer hat im dritten Quartal an Fahrt aufgenommen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis konnten bis September erhöht werden.

Die Gruppe konnte das durch Sondersituationen gekennzeichnete erste Halbjahr hinter sich lassen und ihren Wachstumskurs fortsetzen. Dies macht sich beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bemerkbar, das sich gegenüber der ersten Jahreshälfte mehr als verdoppelte. Der Auftragseingang erreichte mit 252,8 Millionen Euro einen Höchstwert. Der Umsatz entwickelte sich im Neunmonatszeitraum stabil; bereinigt um Wechselkurseffekte erhöhte er sich um 2,8 Prozent.

"Im dritten Quartal haben wir uns wieder voll auf unser operatives Geschäft konzentriert und unsere Wachstums- und Effizienzprogramme fortgesetzt", erklärt Vorstandsvorsitzender Martin Schomaker. Und er betont: "Für unser weiteres Wachstum sind wir sehr gut gerüstet." In den ersten neun Monaten gewannen die Waldenburger eine Reihe hart umkämpfter Großaufträge und steigerten das Volumen des Auftragseingangs. Eine gute Nachfrage spürte R. Stahl aus dem Energiesektor und auch die Nachfrage nach Ausrüstung für Spezialschiffe legte zu. Die Dynamik in der Chemie- und Pharmabranche verlief ebenfalls gut.

Aus geografischer Sicht entwickelte sich die Region Asien/Pazifik in den ersten neun Monaten mit einem Auftragsplus von 55,9 Prozent am dynamischsten. In Amerika stieg der Auftragseingang um 18,5 Prozent. Vor dem Hintergrund der Krim-Krise ging die Nachfrage in Osteuropa, Russland und auch in Norwegen zurück.

Im dritten Quartal gelang es R. Stahl, die Umsatzverzögerungen, die hauptsächlich aus dem schwachen zweiten Halbjahr 2013 resultierten, aufzuholen. Während im ersten Halbjahr Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm sowie durch die Abwehr des Übernahmeversuchs entstanden, legte die Profitabilität im dritten Quartal wieder zu. Für die ersten neun Monate weist R. Stahl ein EBIT von 13 Millionen Euro auf, im Vorjahr waren es noch 19,3 Millionen Euro. Der Rückgang spiegelt vor allem zwei Faktoren wider: einerseits den Sondereffekt des Übernahmeversuchs und andererseits die Vorlaufkosten im Zusammenhang mit der Geschäftsexpansion, die noch nicht durch entsprechende Umsätze gedeckt sind.

In den ersten neun Monaten investierte die Gruppe 13,5 Millionen Euro in langfristige Vermögenswerte. Das 2012 initiierte Investitionsprogramm wirkt sich auch 2014 noch auf den Cashflow aus. Der Großteil der Expansionsprojekte ist inzwischen umgesetzt. So befindet sich der Erweiterungsbau des neuen Forschungs- und Entwicklungscenters in Waldenburg bereits in der Endphase.

Wenngleich das vierte Quartal saisonal bedingt nicht so stark ist wie das dritte, bestätigt das Unternehmen seine Zielsetzungen für das Geschäftsjahr: R. Stahl strebt einen Auftragseingang von 325 bis 335 Millionen Euro und einen Umsatz von 315 bis 325 Millionen Euro an.

Die wichtigsten Kennzahlen des Konzerns

in Mio. Euro 9 Monate 2014 9 Monate2013 Veränderung

Gesamtumsatz 227,1 226,0 0,5 %

Deutschland 50,0 47,5 5,2 %

Europa (ohne Deutschland) 99,8 103,8 -3,9 %

Amerika 36,1 36,5 -1,3 %

Asien/Pazifik 41,3 38,2 8,2 %

Auftragseingang 252,8 232,2 8,8 %

Auftragsbestand 88,6 74,1 19,6 %

EBIT 13,0 19,3 -32,6 %

Mitarbeiter am 30. September 1.939 1.818 6,7 %

Liquide Mittel 15,1 25,0 -39,6 %

Eigenkapitalquote (in %) 28,1% 37,1%

SWP

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