Man hat schon zweimal hinschauen müssen, ihn zu erkennen. Statt des gewohnten roten Poloshirts trägt Frieder Schrof nun Dunkelblau mit dem bunten Red-Bull-Logo, das man auch von Sebastian Vettel kennt. Es gehe ihm sehr gut, versichert der Fichtenberger. Er habe sich in Leipzig sehr gut eingelebt. Was auch nicht verwundert, schließlich ist nicht nur er, sondern viele seiner engsten Mitarbeiter dem Ruf von Ralf Rangnick zu RB Leipzig gefolgt. Thomas Albeck zum Beispiel, der ihn nach Frickenhofen begleitet hat. Oder Wolfgang Geiger, der als Assistent von Ralf Rangnick in Leipzig arbeitet. Von Frank Leicht, der die U17 trainiert, ganz zu schweigen. Namen, die man in Gaildorf alle im Zusammenhang mit dem VfB Stuttgart kennt. In der Jugendabteilung von RB Leipzig wird schwäbisch gesprochen. Und was sind die Ziele in absehbarer Zukunft? Die Spielphilosophie soll erfolgversprechend auf die Mannschaften übertragen werden, es soll moderner Fußball gespielt werden. Und dieser wird dann erfolgreich sein. So ist es ein Ziel die U23 in die Regionalliga zu bringen. Für die U19 heißt das Ziel Junioren-Bundesliga, die U16 soll zukünftig in der Regionalliga spielen. Die U17 von Frank spielt bereits in der B-Junioren-Bundesliga.

Frieder Schrof hat im Verein bereits ähnliche Strukturen geschaffen wie früher beim VfB Stuttgart. Der Erfolg scheint so vorprogrammiert zu sein - und das ohne den großen Druck. Nicht nur wegen seines bis 2017 dotierten Vertrags.

Und wie sieht es mit dem Heimweh aus? Kein Problem, sagt Schrof. Er versucht einmal pro Woche nach Fichtenberg zu kommen. Leipzig ist ja nicht aus der Welt und hat eine gute Flugverbindung nach Stuttgart.