Westgartshausen Schlemmen und Schwätzen

Westgartshausen / Julia Vogelmann 30.07.2018
Candle-Light Dinner in Weiß hieß es am Freitag in Westgartshausen.

Die Idee ist simpel: Jeder bringt seine Tischdekoration, sein Geschirr und sein Essen selbst mit und dann wird gemeinsam ein schöner Abend verbracht. So lässt sich das Candle Light Dinner in Weiß in Westgartshausen umreißen, das am Freitag bereits zum vierten Mal stattfand.

„Die Idee war, einen Treffpunkt zu schaffen, wo man die Dorfgemeinschaft pflegt“, erklärt Ortsvorsteher Hermann Wagner, der ebenfalls im weißen Hemd auf dem Dorfplatz erschienen war. Eingebracht wurde die Idee tatsächlich von einer Gruppe junger Leute aus dem Dorf und im Ort­schaftsrat stieß sie damit auf offene Ohren. Inzwischen hat sich eine feste Gruppe gebildet, die sich auf die Abende auf dem Dorfplatz freut. Neuzugänge an der langen Tafel sind jederzeit willkommen.

In diesem Jahr hat das Wetter so richtig mitgespielt, als man sich unter der großen Trauerweide vor der Kirche versammelte. Schnell war klar: Das viele mitgebrachte Essen hat neben echtem Porzellangeschirr, Blumendekoration, Weinkühlern und Kerzen gar keinen Platz auf der langen Tafel, weshalb flugs ein Tisch organisiert wurde, der als Buffet diente.

Von allem etwas versuchen

Ebenfalls mit weißer Tischdecke bedeckt, türmten sich darauf allerlei Leckereien. „Jeder bringt etwas mit, und jeder macht ein bisschen mehr, und dann wird kreuz und quer probiert“, freut sich Wagner über das bunte Speisenangebot. Egal ob Hackbällchen mit Käse, Gemüsequiche, verschiedene Salate oder Schafskäseschiffchen, die Dinner-Gäste hatten sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Dazu wurde der Grill angefeuert und natürlich durfte auch der hausgemachte Kartoffelsalat nicht fehlen. Dazu gab es verschiedene mitgebrachte Brotkörbe, dekoriert mit den tollsten Brotsorten. Ständig wurde das Buffet erweitert durch immer neue Dinner-Gäste, die etwas mitbrachten.  Außerdem waren die meisten  wirklich ganz in Weiß gekleidet gekommen, was ein wirklich schönes Bild abgab, als sich alle zum Essen an der dekorierten Tafel niederließen. Die Stimmung war prächtig und es wurde angeregt geplaudert.

Auf die Klavierbegleitung zum Dinner musste die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr allerdings verzichten, da die Pianistin an diesem Abend verhindert war. „Wir behelfen uns in diesem Jahr mit Musik von der Kassette“, sagte Wagner. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Bis in die späten lauen Abendstunden wurde in Westgartshausen getafelt und die Vorfreude auf das nächste Mal ist jetzt sicher schon groß. Weil das Konzept so gut funktioniert, trifft man sich in Westgartshausen übrigens auch regelmäßig zum Frühstück auf dem Dorfplatz. Auch die Liebe zum eigenen Dorf geht eben durch den Magen.

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