Michelfeld/Rosengarten Sanierung des Wasserturms startet

Letzte Abstimmungen vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten (von links): Wassermeister Thomas Schien (BWVG), Rosengartens Bürgermeister Jürgen König, Michelfelds Bürgermeister Wolfgang Binnig und Marion Zimmer (Bauleiterin NOW).
Letzte Abstimmungen vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten (von links): Wassermeister Thomas Schien (BWVG), Rosengartens Bürgermeister Jürgen König, Michelfelds Bürgermeister Wolfgang Binnig und Marion Zimmer (Bauleiterin NOW). © Foto: Ufuk Arslan
Michelfeld/Rosengarten / NOA 27.02.2016
Der Wasserturm in Uttenhofen wird für 330000 Euro umfassend saniert. Bis Oktober soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Neue Mobilfunkanlagen sind in absehbarer Zeit nicht vorgesehen.

Der Wasserturm in Uttenhofen stammt aus dem Jahr 1982. Damals sind umgerechnet 950000 Euro in das rund 30 Meter hohe Bauwerk investiert worden. Mittlerweile nagt der Zahn der Zeit am Turm: Die Außenhülle weist Kalkausblühungen und Betonabplatzungen auf, eine Dachsanierung ist ebenso nötig. Der Eigentümer der Anlage, der Zweckverband Biberwasserversorgungsgruppe (BWVG, siehe Kasten), lässt ab Anfang März Betonsanierungs- und Flachdachbauarbeiten durchführen. Dafür ist eine vollständige Einrüstung des Turms in der gesamten Höhe notwendig. Der Kostenaufwand für die Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf rund 330000 Euro. Ingenieurtechnisch werden die Arbeiten vom Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) begleitet, teilt die BWVG mit.

Im vergangenen Jahr haben die zwei Mobilfunkbetreiber, die auf dem Wasserturm Sendeanlagen unterhalten, einen zentralen Antennenträger für alle Mobilfunkanlagen installieren lassen. Seit 2012 hat es dazu Verhandlungen gegeben. "Der Umbau sämtlicher Mobilfunkanlagen auf die zentrale Einrichtung war Voraussetzung für die erforderliche Dachsanierung", erklärt Wolfgang Binnig, Bürgermeister von Michelfeld und Verbandsvorsitzender der BWVG. Anlagen betreiben Vodafone und Telefonica. "Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass kein zusätzlicher Mobilfunkbetreiber dazukommen wird", ergänzt Binnig auf Nachfrage.

Während der Instandsetzung wird der Wasserturm im normalen Betrieb bleiben. "Wir müssen ja die Versorgung sicherstellen", so Binnig. Anfang März beginnen die Gerüstarbeiten. Bis Oktober werden korrodierte Stellen freigelegt und sandgestrahlt. Zur Erhöhung der Betondeckung wird ein etwa drei Zentimeter starker Spritzmörtel aufgebracht. Den Abschluss bilden eine Beschichtung und ein Farbanstrich. Das Wasserturmflachdach bekommt außerdem einen komplett neuen Aufbau.

Zweckverband Biberwasserversorgungsgruppe

Trinkwasser Die Trinkwasseraufbereitung des Zweckverbands Biberwasserversorgungsgruppe (BWVG) erfolgt im Wasserwerk Bubenorbis. Dort werden aus eigenen Quellen jährlich rund 520000 Kubikmeter Trinkwasser erzeugt. Zur Versorgung der 16000 Menschen im Verbandsgebiet mit einer Absatzmenge von rund 855000 Kubikmetern bezieht die BWVG den restlichen Trinkwasserbedarf vom Zweckverband Wasserverband Nordostwürttemberg (NOW) und den Stadtwerken Schwäbisch Hall.

Gebiet Das Versorgungsgebiet umfasst die Gemeinden Michelfeld und Rosengarten, von der Gemeinde Mainhardt die Teilorte Bubenorbis und Hütten sowie von der Stadt Hall die Bereiche Bibersfeld, Sulzdorf und Tüngental.

Anteile An der BWVG sind die Stadtwerke Schwäbisch Hall mit rund 40 Prozent beteiligt, Rosengarten mit 30, Michelfeld mit 20 und Mainhardt mit 10. Investitionskosten werden nach diesem Schlüssel aufgeteilt.

QUELLE: BWVG

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