Kulturdenkmal Wasserturm: Sanierung „dringend erforderlich“

Muss dringend saniert werden: der 1913 erbaute Crailsheimer Wasserturm.
Muss dringend saniert werden: der 1913 erbaute Crailsheimer Wasserturm. © Foto: Stadtarchiv.
Crailsheim / Andreas Harthan 26.04.2017
Wirtschaftsministerium unterstreicht die Bedeutung des Crailsheimer Wasserturms.

Die Berichterstattung des HOHENLOHER TAGBLATTS über den Verkauf des Crailsheimer Wasserturms an einen Privatmann, nachdem die Stadt nicht bereit war, den vom bisherigen Besitzer verlangten Preis zu zahlen, nahm der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger zum Anlasss, eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zu richten. In seiner Antwort betont das Wirtschaftsministerium die Bedeutung des Wasserturms: Er „zählt zu den identitätsstiftenden Kulturdenkmalen der Stadt Crailsheim“. Da vor allem der metallene Wasserbehälter „erhebliche Feuchteschäden“ aufweist, schreibt das Ministerium, seien Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten „dringend erforderlich“.

Förderung ist möglich

Auf die Frage des Abgeordneten, ob die Landesregierung bereit sei, die Sanierung finanziell zu unterstützen, antwortet das Ministerium, dass das im Rahmen des Denkmalförderprogramms möglich sei. Wie hoch die Instandsetzungskosten sind, weiß das Ministerium nicht. Nach HT-Informationen belaufen sich die Kosten auf rund 300 000 Euro. Die Stadt hatte in Absprache mit dem Landesdenkmalamt eine Schadens-, Maßnahmen- und Kostenanalyse erstellen lassen. Die Ergebnisse, so das Ministerium, sollen nun als Grundlage für ein Instandsetzungskonzept dienen. Allerdings muss der neue Besitzer mitmachen. Auf HT-Anfrage teilte er mit, dass er grundsätzlich bereit sei, den Wasserturm zu sanieren.

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