Nachdem die Angler des Angelsportvereins Crailsheim bei dem großen Fischsterben in der Jagst nach dem Mühlenbrand in Lobenhausen hohe Leistungsbereitschaft an den Tag legten, haben sie jetzt nach dem Hochwasser in Überschwemmungsgebieten Tausende von Muscheln vor dem sicheren Tod gerettet.

Unmittelbar nach dem Rückgang des Hochwassers in der Jagst wurden von Crailsheimer Anglern und von weiteren Helfern, die sich nach einem Facebook-Aufruf beim ASV meldeten, insbesondere die Ufer- und Wehrbereiche der Weidenhäuser Mühle, der Gaismühle und der Heinzenmühle akribisch nach dort angeschwemmten Muscheln abgesucht. Die Muscheln wurden gesammelt und zurück ins Wasser gebracht. Die Rettungsaktionen erstreckten sich über mehrere Tage – bis das Wasser der Jagst zurückgegangen war.

Massenhaft waren durch das Hochwasser kleine und große Muscheln angeschwemmt worden. Es handelte sich überwiegend um Teich- und Kammmuscheln. Aber auch ein paar der besonders geschützten und auf der „roten Liste“ stehenden Fluss-/Bachmuscheln waren darunter.

Selbst der Artenschutzbeauftragte des Regierungspräsidiums Stuttgart war vor Ort. Er rettete, notierte und vermaß die zuletzt aufgefundenen Muscheln. Zudem gab er interessante Informationen über die Muscheln und deren Lebensweise, die 15 bis 25 Jahre alt werden können.