Dinkelsbühl Reichsbürger gestoppt

Dinkelsbühl / JS 29.06.2018
Die Polizei nimmt in Dinkelsbühl einen Unbekannten fest.

Ein zunächst Unbekannter hat in der vergangenen Woche versucht, mit einem Auto vor der Polizei zu flüchten. Dabei ignorierte er deren Anhaltesignal und überfuhr eine rote Ampel. Die Polizei wurde auf den Mann aufmerksam, weil das vordere Kennzeichen des Autos fehlte. An der Schwedenwiese konnten ihn die Beamten dann doch stoppen.

Selbstgebasteltes Kennzeichen

Wie sich herausstellte, wurde das hintere Kennzeichen einst für ­einen Anhänger ausgegeben, doch der war bereits abgemeldet. Zudem waren TÜV- und Zulassungsstempel zerkratzt. Der Wagen selber wurde vor einigen Monaten abgemeldet. Im Fahrzeug fanden die Beamten ein selbst gebasteltes Kennzeichen und ein Tütchen Rauschgift.

Angaben zu seiner Identität wollte der Fahrer nicht machen. Einen Führerschein legte er auch nicht vor. Deshalb nahm ihn die Polizei fest. Die weiteren ­Ermittlungen waren aufwendig, wie es heißt, und sie ergaben, dass es sich bei dem Mann um ­einen 41-Jährigen aus Baden-­Württemberg handelt, der keinen Füh­rerschein und auch keinen festen Wohnsitz hat. Laut Polizei gehört er der Reichsbürgerszene an. Da ein Haftbefehl gegen ihn vorlag, ­wurde er ins Gefängnis gebracht.

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