Feuchtwangen Rehau baut seinen westmittelfränkischen Standort in Feuchtwangen aus

Die Halle wird im Endausbauzustand circa 8500 Quadratmeter umfassen.
Die Halle wird im Endausbauzustand circa 8500 Quadratmeter umfassen. © Foto: Rehau
Feuchtwangen / CORINNA SCHARNAGL 25.08.2015
Die letzten Arbeiten am neuen Logistik-Center finden zur Stunde statt. Am 31. August wird der Neubau von Rehau übernommen und an den beauftragten Logistik-Dienstleister zur Nutzung übergeben.

Rehau konfektioniert komplexe Stoßfängersysteme für namhafte Automobilhersteller. Diese Stoßfänger bestehen neben der wagenfarbig lackierten Kunststoffverkleidung mittlerweile aus bis zu 60 weiteren Einzelbauteilen, viele davon sind Elektronikbauteile - vom Parksensor über Kamerasysteme bis hin zu Radarsensoren. "In der Summe gibt es mehrere 10 000 unterschiedliche Stoßfängervarianten für ein und dasselbe Fahrzeugmodell. Der logistische Aufwand ist enorm. Denn auch diese Einbauteile müssen just in time an unsere Konfektionsstrecke auf dem Werksgelände gelangen", erklärt Ludwig Gilg, Leiter Werkslogistik Rehau Werk Feuchtwangen 15. "Unsere Platzkapazitäten in den bestehenden Werken reichten nicht mehr aus. Deshalb haben wir uns für den Bau einer neuen Logistikhalle und zur Zusammenarbeit mit einem Logistikpartner entschieden - damit zur richtigen Zeit, das richtige Teil, in der richtigen Qualität taktgenau angeliefert wird."

Mehr Platz, mehr Aufträge, mehr Mitarbeiter? "In unserer Fertigung werden in begrenztem Umfang auch neue Arbeitsplätze entstehen. Der Großteil des Personalaufbaus erfolgt auf Seiten unseres Logistikpartners, der die Bauteile sequenziert, kommissioniert und taktgenau in die Stoßfängermontage ins Werk liefert", bestätigt der Werksleiter.

Allerdings fungiert der Polymerspezialist in Feuchtwangen nicht selbst als Bauherr. Die Berliner Metawerk AG hat diese Aufgabe übernommen. Die beiden Kooperationspartner arbeiten schon länger zusammen und vertrauen einander. In Zwickau zum Beispiel betreibt Rehau gemeinsam mit der Metawerk AG ein circa 12 000 Quadratmeter großes Montage- und Logistik-Center für Stoßfänger, die an VW Sachsen und Porsche Leipzig ausgeliefert werden. Die Investitionssumme seitens der Metawerk AG beläuft sich auf circa 6,5 Millionen Euro.

"Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft, die Produktion von komplexen Stoßfängersystemen, und setzen auf die Qualität und Zuverlässigkeit unseres Logistikpartners, um unsere Logistik- und Produktionsabläufe so schnell, effizient und zielführend wie möglich umzusetzen", sagt Gilg. Diese Optimierung der komplexen Logistikabläufe ist nur ein Beitrag von Rehau, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten beziehungsweise weiter auszubauen. "Im Werk Feuchtwangen 15 setzen wir darauf, die Montageabläufe mit Hilfe moderner Technik weiter zu stärken, um die hohen Qualitätsanforderungen unserer Kunden, der Automobilhersteller, zu erfüllen. Für 2016 und 2017 stehen bis zu 13 Modellanläufe an", verrät der Werksleiter.

Zum Unternehmen

Rehau ist führender System- und Serviceanbieter polymerbasierter Lösungen in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie. Das Werk in Feuchtwangen ist der größte und wichtigste Standort. Dort sind über 1600 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt arbeiten weltweit rund 19 000 Mitarbeiter an mehr als 170 Standorten für Rehau.

SWP

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel