Fake News spielen oft mit der Angst der Menschen. So auch eine Nachricht, die über Whatsapp unter Crailsheimern – und an vielen anderen Orten – verbreitet wird. Dort heißt es:

„Wir bekommen gerade Meldung intern von der Feuerwehr. ..es sind Leute unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind....nicht rein lassen und Polizei rufen. ...eine organisierte Verbrechen Bande!!! Weiter posten!! Bitte lasst keinen rein!!! BITTE ZAHLREICH TEILEN“. Die Nachricht kursiert auch in anderen Regionen.

Keine falschen Rauchmelder-Kontrolleure bei der Feuerwehr bekannt

Doch diese falschen Rauchmelder-Kontrolleure sind bei der Crailsheimer Feuerwehr nicht bekannt, wie sich durch eine Nachfrage bei der Zentrale ergibt. „Eine solche Meldung würden wir auch gar nicht selber herausgeben, sondern über die Pressestelle der Stadt Crailsheim laufen lassen.“, heißt es dort. Und überhaupt: Die Feuerwehr kontrolliere keine Rauchmelder in Privatwohnungen.

Warnung im gleichen Wortlaut schon 2016 aufgetaucht

Dem Aufdecken von Fake News widmet sich die Plattform Mimikama.at. Dort wurde die Nachricht schon im Jahr 2016 als Falschmeldung entlarvt. Unter anderem wird eine Meldung der Polizei Aalen zitiert: „Eine Verständigung der Polizei auch in der heutigen Zeit noch immer zielführender als eine Textmeldung zu versenden, die man auch wieder nur von irgendwoher bekommen hat.“

Fake News haben bestimmte Funktionsweisen

Sollten solche umherziehenden Banden also auffallen, ist es sicherer, die Polizei zu informieren. Dann können solche Tunichtgute gefasst werden. Mit einer Nachricht über Whatsapp ist niemandem geholfen. Vielmehr schüren solche Nachrichten Ängste und verunsichern die Menschen.

Solche Falschmeldungen funktionieren immer ähnlich, wie die Plattform Mimakama informiert:

  • Sie geben eine scheinbar vertraunswürdige Quelle an (in unserem Beispiel „intern der Feuerwehr“. Ein Ort wird nicht genannt, vermutlich weil das die Reichweite der Fake News stark einschränken würde).
  • Sie sind reißerisch („arbeiten sich durch von Haus zu Haus“, „organisierte Verbrecherbande“).
  • Sie fordern dringlich zum Verbreiten der Nachricht auf (mehrere Ausrufezeichen und „schreiender“ Text in Großbuchstaben).

Wenn dir verdächtige Nachrichten in dieser Art auffallen, schicke eine Nachricht an online.sho@swp.de. Denn für eine solche Recherche sind wir Journalisten da.

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