Heilbronn Priorität für A-6-Ausbau und Neckarschleusen

Heilbronn / JOACHIM FRIEDL 18.11.2014
Joachim Scholz ist neuer Vorsitzender des Regionalverbands Heilbronn-Franken. Sein Vorgänger Helmut Himmelsbach wurde verabschiedet.

Mit Joachim Scholz als Vorsitzendem geht der Regionalverband Heilbronn-Franken in seine neunte Legislaturperiode. Die 72-köpfige Verbandsversammlung wählte am Freitag bei ihrer konstituierenden Sitzung in Heilbronn den 52-jährigen Neckarsulmer Oberbürgermeister bei zwei Gegenstimmen zum Nachfolger von Helmut Himmelsbach (68). Der Heilbronner Oberbürgermeister a. D. hatte das Gremium seit 2000 geleitet.

Erster Stellvertreter von Scholz (parteilos) ist der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (58, SPD). Er wurde einstimmig gewählt. Zweiter Stellvertreter ist der Obersulmer Kaufmann Armin Waldbüßer (54, Grüne), der zehn Nein-Stimmen erhielt. Die jeweiligen Wahlen erfolgten geheim.

Zentrale Zukunftsaufgaben sind für Scholz, der seit 2009 der CDU-Verbandsfraktion angehört, Themenkomplexe wie Demografie, Siedlungs- und Gewerbeansiedlung sowie regionale Wirtschaftsförderung. Zu diesem letzten Punkt sagte der gebürtige Stuttgarter: "Wir müssen über eine Verschlankung nachdenken." Wichtig ist dem neuen Verbandsvorsitzenden die Stärkung der Metropolregion Stuttgart: "Nur dann werden wir in Europa wahrgenommen." "Hohe Priorität" wird der Verband dem Ausbau der A6, der Neckarschleusen und des Schienenverkehrs einräumen.

Einrichten will Joachim Scholz, seit 2008 Oberbürgermeister in Neckarsulm, sogenannte Standort-Kommunikationssysteme zur Steuerung von Gewerbeansiedlung sowie Zukunftskonferenzen unter Beteiligung von zahlreichen Verbänden, Organisationen und Einrichtungen. "Der Verband muss hören, was die Menschen in der Region bewegt, um die Balance halten zu können."