Crailsheim Platz in Crailsheimer Kitas wird knapp

Die Betreuungsplätze in den Crailsheimer Kindergärten sind begehrt. Zum 1. September werden weitere Gruppen eingerichtet
Die Betreuungsplätze in den Crailsheimer Kindergärten sind begehrt. Zum 1. September werden weitere Gruppen eingerichtet © Foto: Christian Charisius/dpa
Crailsheim / Christine Hofmann 29.08.2018
Zum neuen Kindergartenjahr richtet die Stadt Crailsheim weitere Gruppen ein. Die Zahl der Kinder, die einen Betreuungsplatz brauchen, ist gestiegen. Und sie steigt weiter an.

Die Stadt Crailsheim ist reich an Kindern – und sie wird immer reicher. Bereits zum Start des letztjährigen Kindergartenjahrs im September 2017 hat die Stadtverwaltung ihre Gruppen aufgestockt, um den zahlreichen Betreuungsanfragen gerecht zu werden. So gibt es seither in Ingersheim eine dritte Gruppe und der Kindergarten in Triensbach wurde reaktiviert.

Wenn am 1. September das neue Kindergartenjahr startet, müssen weitere Gruppen eingerichtet werden: So wird es eine fünfte Gruppe im Safari-Kinderhaus im Betty-Essinger-Weg im Stadtteil Kreuzberg geben. In der Traumkiste in Ingersheim wird eine vierte Gruppe eingerichtet. Geplant ist außerdem, im ehemaligen Notariat in der Langen Straße drei Kindergartengruppen einzurichten. Außerdem plant der Waldorfkindergarten, der nicht unter städtischer Trägerschaft steht, ebenfalls eine weitere Gruppe zu eröffnen.

Zuzug von Familien

Der Grund für die gestiegene Nachfrage nach Betreuungsplätzen liege in der Tatsache, dass im ersten Quartal 2017 viele junge Familien nach Crailsheim gezogen seien, teilt die Stadtverwaltung auf HT-Nachfrage mit. „Derzeit gibt es 1180 Betreuungsplätze, ab September werden es im Kindergartenbereich voraussichtlich 1260 sein“, sagt Pressesprecherin Michaela Butz.

Auch im Krippenbereich steigen die Zahlen: Die aktuell 170 Plätze für Kleinkinder werden ab September bei 200 liegen. Es sind hier allerdings auch Sharing-Plätze mitgezählt, bei denen sich zwei Familien einen Platz teilen.

Zählt man alle Betreuungsplätze in der Stadt zusammen – und addiert noch die 20 Plätze hinzu, die es bei verschiedenen Tagesmüttern gibt – dann ergibt sich ab September die stolze Zahl von 1480 Plätzen.

„Die Verwaltung rechnet in den kommenden Jahren mit noch mehr Kindern“, so Michaela Butz. Die Stadtverwaltung ermittelt den voraussichtlichen Bedarf anhand von Bevölkerungsdaten und der Entwicklung der Geburtenzahlen. Auch die Erschließung neuer Baugebiete, von denen es aktuell elf Stück in Crailsheim gibt, werde berücksichtigt, teilt die Stadtverwaltung mit. Hier dürfen weitere Kinder erwartet werden. Kita-Neubauten seien jedoch derzeit nicht geplant. Schließlich ist bei der Ermittlung des künftigen Bedarfs auch die Zuwanderung von Bedeutung

Ebenso wichtig sei es, die kommunalpolitischen Entscheidungen der Nachbargemeinden bezüglich der Betreuungsplätze für unter Dreijährige zu beobachten. Butz: „Verändert sich die Betreuungslandschaft in den Nachbargemeinden, hat dies auch Auswirkungen auf die Betreuungssituation in Crailsheim.“

93

Prozent der Crailsheimer Kinder besuchen eine Kindertageseinrichtung in der Stadt. Der Anteil der auswärtigen Kinder, die eine Crailsheimer Einrichtung besuchen, liegt bei vier Prozent.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel