Im Rahmen der Literatur-Reihe, in deren Mittelpunkt dieses Jahr die Niederlande stehen, wird der Schriftsteller Cees Nooteboom zu Gast im Gschwender Bilderhaus sein. Er spricht dort unter anderem über das deutsch-niederländische Verhältnis.

Deutschland und die Niederlande - zwei Nachbarländer, die nicht nur durch ihre eng miteinander verwandten Sprachen, sondern auch durch ihre gemeinsame Geschichte und politische wie wirtschaftliche Beziehungen miteinander verknüpft sind. Aber das Verhältnis zwischen Deutschen und Niederländern war in der Vergangenheit immer wieder belastet, vor allem seit der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Doch wie sieht es heute aus, angesichts eines zusammenwachsenden Europas, das die tatsächlichen und auch die geistigen Grenzen der Nationalstaaten überwinden will?

Cees Nooteboom, Jahrgang 1933, war einer der ersten Schriftsteller seiner Generation, der sich mit der strukturellen Veränderung Europas beschäftigte. Zu Deutschland hat er ein ganz spezielles Verhältnis. In den "Berliner Notizen" (Suhrkamp Verlag) warf er 1989 einen Blick auf die deutschen Verhältnisse rund um die Wiedervereinigung. Aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte und seiner wachen Beobachtungsgabe ist der "philosophierende Poet" (wie ihn sein Freund, der Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski bezeichnet) der ideale Gast im Bilderhaus, um das komplexe deutsch-niederländische Verhältnis zu analysieren.

Die niederländische Literatur soll dabei aber nicht zu kurz kommen: Cees Nooteboom stellt seinen neuen Roman "Briefe an Poseidon" (Suhrkamp Verlag) vor, der 2012 auf Deutsch erschienen ist. Darin schreibt er an Poseidon, den Herrscher der Meere und erzählt ihm von seinen täglichen Beobachtungen, von seinen Gedanken über Götter und Gott, vom neuen Blick auf alte Mythen . . .

Info Freitag, 22. Februar, 20 Uhr, Bilderhaus Gschwend. Tickets gibt es im Internet unter www.bilderhaus.de, telefonisch unter 0 79 72 / 7 22 22 und allen bekannten Vorverkaufsstellen.