Party Peter Wackel im HT-Interview: "Nach so einem Wochenende bin ich platt"

Peter Wackel kommt nach Crailsheim.
Peter Wackel kommt nach Crailsheim. © Foto: Presse
Crailsheim / JOACHIM MAYERSHOFER 18.09.2013
In der Diskothek "Oberbayern" aus Mallorca ist er Stammgast. Am kommenden Sonntag tritt der Sänger Peter Wackel, der eigentlich Steffen Peter Haas heißt, gegen 23 Uhr beim Volksfest im Papert-Zelt auf.

Bevor Sie am 22. September in Crailsheim im Bierzelt für Stimmung sorgen, sind Sie beim ZDF-Fernsehgarten zu Gast. Können Sie einen stimmungsmäßigen Unterschied ausmachen, ob Sie im Freien, im Bierzelt oder am Ballermann auftreten?

PETER WACKEL: Ich freue mich natürlich bereits auf beide Veranstaltungen, auch wenn man den ZDF-Fernsehgarten nicht mit Crailsheim vergleichen kann. In Mainz geht es da schon deutlich gediegener zu, und das Publikum ist meist zurückhaltender. Da geht in einem Festzelt wie in Crailsheim schon deutlich mehr die Post ab: 45 Minuten Vollgas mit allen Wackel-Hits und Hunderte mitsingender Fans, das ist schon eine andere Stimmung. Man kann mit dem Publikum ganz anders interagieren, oft texte ich meine Songs auch entsprechend der Örtlichkeit völlig um, hole Leute auf die Bühne, halte das Mikrofon ins Publikum, das meistens schon nach der ersten Textzeile auf den Bierbänken steht. Ein Festzeltauftritt ist mit einem Auftritt im Bierkönig oder Oberbayern vergleichbar, obwohl dort die Urlauber oft noch mehr aus sich herausgehen. Die Stimmung ist auf jeden Fall ansteckend. Am Ballermann grölt der Kegelverein genauso laut wie die Anwaltsgruppe - hier ist jeder gleich und möchte einfach nur Party machen.

 



Was erwarten Sie sich als gebürtiger Franke vom Publikum beim Fränkischen Volksfest?

WACKEL: Echte fränkische Stimmung, wie man sie kennt! Es ist immer noch ein Highlight für mich, in der Heimat aufzutreten. Viele bekannte Gesichter, leckeres fränkisches Essen und echte fränkische Festzeltstimmung.

Haben Sie einen Trick, wie Sie die Stimmung anheizen?

WACKEL: Man muss das Publikum in die Show einbinden, Abwechslung bieten. Ich passe meine Songliste zum Beispiel immer entsprechend dem Publikum an, singe selten dieselbe Reihenfolge oder dieselben Songs. Natürlich müssen die Hits wie "Scheiß drauf (Crailsheim ist nur einmal im Jahr)" oder "Joana" dabei sein. Die Stimmung kommt immer von selbst, wenn man auf der Bühne alles gibt.

Am nächsten Tag sind Sie schon wieder im "Oberbayern" auf Mallorca zu sehen. Wie sehr freuen Sie sich nach einem anstrengenden langen Wochenende auf den terminfreien Dienstag, und was steht für den Partymacher am wöchentlichen Ruhetag auf dem Programm?

WACKEL: Ich muss schon sagen, nach so einem Wochenende bin auch ich mal platt. Aber terminfrei ist auch der Dienstag leider oft nicht, denn dann steht Büroarbeit auf der Tagesordnung. Und meine anderen Projekte wie Partyreisen24 oder Peter Wackels Partywelt warten nur darauf, dass ich wieder am Schreibtisch sitze. Oft habe ich Fernsehdreh-Termine, Treffen mit Veranstaltern oder muss ins mallorcinische Aufnahmestudio, wenn kurzfristig was aufgenommen werden soll. Die Tage sind meistens vollgepackt, aber natürlich nehme ich mir auch mal meine kleinen Auszeiten für Jetskifahren oder Wandern.

Haben Sie oft Heimweh nach der Insel?

WACKEL: Das kommt vielleicht in den Wintermonaten mit mehr Auftritten in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz auf, aber im Sommer bin ich ja größtenteils auf der Insel.

Können Sie nach einem Auftritt überhaupt von Vollgas schnell auf Standgas zurückschalten und bald einschlafen?

WACKEL: Im Flugzeug dauert es meistens keine zehn Minuten. Vor allem nach einem Auftritt im Oberbayern um halb vier - da bin ich gegen 6 Uhr im Bett, zwei Stunden Schlaf und dann geht es auch schon wieder ab zum Flughafen. Man sieht dann zwar aus wie sein eigenes Kopfkissen, aber egal.

Träumen Sie nachts eher von Party, von Palmen, von Weibern oder von Bier?

WACKEL: Wahrscheinlich schnarche ich eher ein Ladiooooooo.

Wo verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub? Heißt es eher Deutschland oder "Eviva Espa·a"?

WACKEL: Im Urlaub bin ich meistens weit weg von Deutschland oder Mallorca. Ich will fremde Kulturen kennenlernen und neue Landschaften entdecken.

Gibt es eigentlichen Zickereien mit der Konkurrenz oder ist es mehr ein freundliches Nebeneinander?

WACKEL: Eigentlich sind wir ein kollegialer Partysängerhaufen. Es gibt natürlich alte Vorbilder wie Jürgen Drews - da begegnet man sich nicht nur freundschaftlich, sondern auch respektvoll. Nur Unkollegialität ist nicht gern gesehen. Konkurrenz hingegen belebt ja bekanntlich das Geschäft - aber bitte doch dann mit gewissem Talent, denn singen sollte man wenigstens können.

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