Musik Orchester der Waldorfschule erweitert sein Repertoire

Die jungen Musikerinnen und Musiker der Waldorfschule übten mit großem Eifer.
Die jungen Musikerinnen und Musiker der Waldorfschule übten mit großem Eifer. © Foto: Privat
PM 05.11.2012
"Wir gehen wieder mit", war die einhellige Meinung der Teilnehmer einer von der Waldorfschule Crailsheim organisierten Probewoche für die jungen Mitglieder des Orchesters im bayerischen Altenau.

Am Crailsheimer Bahnhof trafen sich 14 junge Menschen und das Ehepaar Kautter - Wolfgang Hermann Kautter im einen Teil seines Berufslebens Geschäftsführer an der Waldorfschule in Crailsheim, im anderen Geigenlehrer und Bratschist, Magdalene Kautter ebenfalls Geigendozentin an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und beide der Öffentlichkeit bekannt als Mitglieder des Hohenloher Streichquartetts.

Ziel war das malerische bayerische Örtchen Altenau, den das muntere Trüppchen ansteuerte, handelt es sich doch um das komplett versammelte Orchester an der Crailsheimer Waldorfschule, wobei - was zum Prinzip gehört - auch ein paar Schüler(innen) aus anderen Schulen mit dabei waren. Die Kinder und Jugendlichen sind im Alter von 10 bis 14 Jahren, das Orchester existiert seit November 2009.

In den Tagen dort wurde intensiv geübt. Durch die Anwesenheit zweier erfahrener Orchestererzieher konnte auch aufgeteilt, zum Beispiel die einzelnen Gruppen alleine oder beide Geigenstimmen kombiniert, geprobt werden. Hauptstück stellt das Concerto grosso in d-Moll von Antonio Vivaldi dar, dessen Mittelsätze dem Orchester einiges abverlangen. Daneben erklangen noch zwei Klezmerstücke, eines um die Truppe ins Spielen zu bringen und ein ganz neues, genannt das "Zitrönchen".

Das Kulinarische kam nicht zu kurz, war die Mannschaft doch von den Eltern in rühriger Weise mit Kuchen, Obst, und vielem mehr ausgestattet worden und konnte teilweise durch Eigenarbeit der Kinder sowie vor allem Magdalene Kautter vorzüglich speisen.

Die restliche Zeit war vielen Spielen vorbehalten, in Gruppen und alle gemeinsam, wobei vor allem ein Tierspiel rundum für Begeisterung, und bei prägnanter Ausführung, auch für viel Gelächter sorgte. Um die herrliche Gegend zu erkunden, blieb nicht allzu viel Zeit, wobei das Wetter dazu das seine tat und durch tief hängende Wolken über weite Strecken (eben nicht) glänzte. Erst am letzten Tag zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen und man erlebte begeisterte und weniger begeisterte wandernde Crailsheimer Orchesterkinder. Immerhin gelang es der Gruppe, eine ausgerissene Ziege wieder wohlbehalten in ihr Gehege zurückzulocken.

Der Grillabend danach ging spät zu Ende mit vielen Spielen. Der einhellige Tenor aller Mitgereisten war: Wir gehen beim nächsten Mal wieder mit.