Fazit Öhringen überzeugt als neues Gartenparadies zum Wohlfühlen

Großer Andrang vom ersten bis zum letzten Tag: Das Öhringer Maskottchen Flöhri führt die Lahrer Chrysanthemen-Königin zum Abschiedsfest auf die Bühne.  Foto: Laga
Großer Andrang vom ersten bis zum letzten Tag: Das Öhringer Maskottchen Flöhri führt die Lahrer Chrysanthemen-Königin zum Abschiedsfest auf die Bühne. Foto: Laga © Foto: Foto: Laga
Öhringen / PM 17.10.2016
Die Landesgartenschau in Öhringen ist mit einem sehr guten Ergebnis von über 1,3 Millionen Besuchern zu Ende gegangen. Die geknüpften Netzwerke sollen weiter gesponnen werden.

Die Landesgartenschau in Öhringen hat die Erwartungen übertroffen. Mit rund 1,3 Millionen Besuchern ist das erste Gartenfestival dieser Dimension im Hohenlohekreis zu Ende gegangen. Die Verantwortlichen hatten mit deutlich weniger gerechnet. „Die Gäste haben sich in den schönen Gärten und familienfreundlichen Parkanlagen so wohlgefühlt, dass sie mehrfach wiedergekommen sind. Einfach wunderbar“, sagte Oberbürgermeister Thilo Michler. Zudem konnten die Macher mit ihrem vielseitigen Veranstaltungsprogramm punkten. Gleich mehrere Konzerte und Events brachten hohe Besucherzahlen mit bis zu 30 000 Tagesgästen.

Neue Willkommenskultur

Dass Öhringen mit rund 24 000 Einwohnern im dünn besiedelten Hohenlohekreis so viele Touristen angelockt hat, darüber freuen sich die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Erich Herrmann und Annette Stoll-Zeitler außerordentlich: „Wir waren uns ziemlich sicher, dass der historische Hofgarten mit seinem alten Baumbestand enormes Potenzial hat. Überrascht hat uns dann, wie schnell auch die Hohenloher Kulturlandschaft oder das schöne Hofgut Cappel in der Gunst der Besucher gestiegen sind“, sagten sie zufrieden.

Dass das Großereignis die positiven Zahlen erreichen konnte, geht auch auf das Konto von vielen Tausend Ehrenamtlichen aus dem Freundeskreis der Landesgartenschau. Rund 900 aktive Helfer begrüßten Besuchergruppen aus nah und fern und erzeugten eine neue Willkommenskultur in der Stadt. Das Konzept der Landschaftsarchitekten RMP Lenzen und Partner (Bonn, Mannheim) für den Bau der Daueranlagen ging auf, führte der Oberbürgermeister aus. Die drei neuen Spielplätze wurden von Beginn an gut angenommen, der flache Naturstrand an der renaturierten Ohrn wurde als erfrischende Uferzone vor allem im Sommer regelrecht bevölkert, und die 450 Meter lange Limeshecke als gärtnerische Hauptattraktion zählte für viele zu den schönsten Zielen.

Die Verbände des Garten- und Landschaftsbaus konnten für ihre Ausstellungen in Öhringen aufgrund der sehr guten Daueranlagenplanung aus dem Vollen schöpfen: Tulpenmeer im Frühjahr, Blütenfülle auf den Rosenterrassen im Hofgut, prächtige Beete im Hofgarten. Alle beteiligten Gärtner gaben ihr Bestes, bei jedem Wetter, betonte Professor Hubert Möhrle, Vorsitzender von Bwgrün, der sich begeistert über die „sehr gärtnerische Landesgartenschau“ äußerte.

Mit der Landesgartenschau hat die ehemalige Residenzstadt in diesen Sommer nicht nur das größte Ereignis im Südwesten auf die Beine gestellt, sondern mit mehr als 4000 Veranstaltungen auch beim kulturellen Angebot einen Spitzenplatz eingenommen. Es gab Konzerte, Kochshows, Kindermusicals, Aktionstage, Weindorf und viele andere Feste. Bürger und vor allem die Dauerkartenbesitzer hätten es in vollen Zügen genossen, berichtet Oberbürgermeister Michler. Ob Rockkonzert bei 34 Grad oder Landespolizeiorchester bei Regenguss – die Besucher ließen sich nicht vom Besuch der Landesgartenschau nicht abhalten.

Die Intensität, mit der das Gartenfestival gelebt wurde, war enorm. Ob Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Verbände oder Behörden – es kamen und gingen Impulse in viele Richtungen. An diesen neu entstandenen Netzwerken im ganzen Hohenlohekreis soll weiter geknüpft werden. „Wir haben hier gemeinsam eine fantastische Zeit erlebt und darauf wollen wir weiteraufbauen“, versprach Michler.

Mit der Landesgartenschau ist ein Fortschritt in der städtischen Entwicklung verbunden – 28 Millionen Euro wurden für bleibende Anlagen investiert: Das Wegenetz im Hofgarten wurde erneuert, Brücken angelegt, Spielplätze gebaut. Das Budget konnte eingehalten werden. Das Land steuerte Fördermittel in Höhe von 14 Millionen Euro zu. Eine ähnliche Summe stemmt die Stadt, die zudem nochmals bis zu zwei Millionen Euro an der Durchführung der halbjährlichen Ausstellungszeit übernimmt.

Die Investitionen in die Zukunft werden sich lohnen, davon sind alle Beteiligten überzeugt. Es zeige sich schon jetzt, dass sich die Aufenthaltsqualität für alle Generationen in den stadtnahen Parkanlagen deutlich verbessert habe, hieß es. Auch die Jugend profitiert vom Jahrhundertereignis, denn in den Pavillon, in dem sich der Landkreis mit seinen Gemeinden und Behörden präsentierte, zieht schon in wenigen Monaten die neue Jugendbegegnungsstätte ein, und der neue Skateplatz steht dann allen offen.

Das verbesserte Image von Öhringen mit Limes, Wohlfühlgärten und Kultur zeigt sich in der Nachfrage. Viele Gäste wollen nach einer Umfrage der Landesgartenschau GmbH wiederkommen. pm

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