Öhringen ÖHR-Kennzeichen sind wieder zugelassen

Öhringen / YVONNE TSCHERWITSCHKE 08.11.2014
Mit 18 Ja-, 11 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen hat der Hohenloher Kreistag entschieden: Das Kennzeichen ÖHR darf wieder montiert werden.

Das Votum der Bevölkerung ist eindeutig, wie die Umfrage der Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung beweist. Das Abstimmungsergebnis im Kreistag war mit größerer Spannung erwartet worden. Kommt das Kennzeichen ÖHR zurück? Ja, es kommt zurück. 18 Befürworter setzten sich gegen elf Nein-Stimmen und vier Enthaltungen durch. Das teilt nun der Hohenlohekreis dem Land Baden-Württemberg mit, das wiederum das sogenannte Unterscheidungskennzeichen beim BMVI, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, beantragt.

Soviel zur trockenen Materie. Dem vorausgegangen ist allerdings seit Ende 2011 eine äußerst emotional geführte Diskussion. Und eine solche hatten die Beobachter auch für die Kreistagssitzung in Kupferzell erwartet. Doch der Tagesordnungspunkt zehn, unter dem das ÖHR-Kennzeichen abgehandelt wurde, war schneller erledigt als das Konzept für Klimaschutz, beispielsweise. Kaum hatte Landrat Dr. Matthias Neth (der eigentlich ganz gern das den Kreis verbindende KÜN behalten hätte) aufgerufen, stellte Kreisrat Karlheinz Börkel (CDU) zwei Anträge. Erster Antrag des Jagsttälers: Der Landkreis soll die Wiedereinführung des Kennzeichens ÖHR beantragen. Zweiter Antrag: Die Kreisräte sollen auf eine Diskussion verzichten.

Nachdem die Fraktionssprecher der Freien Wähler und der SPD, Thomas Föhl und Irmgard Kircher-Wieland, dem nicht widersprachen, wurde abgestimmt: Bei einer Gegenstimme wurde auf die Diskussion verzichtet. Und sofort gingen die Hände in der nächsten Runde nach oben: 18 Kreisräte stimmten dem Antrag von Börkel zu. Elf Räte allerdings stimmten dagegen, vier enthielten sich. Wohl nicht ohne Gegenstimme, doch aber mit deutlicher Mehrheit setzten sich die Kreisräte aus Öhringen und Umgebung gegen ihre Kollegen aus dem Kocher- und Jagsttal durch. Wie zu erwarten, hatte Öhringens OB Thilo Michler sofort die Hand gehoben. Pfedelbachs Bürgermeister Torsten Kunkel hat auch kein Problem mit ÖHR. Bretzfelds Bürgermeister Thomas Föhl und seine Kollegin Sabine Eckert-Viereckel aus Neuenstein hätten bevorzugt, wenn der Kreis unter dem KÜN-Kennzeichen geeint geblieben wäre.

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