Crailsheim Objektiv und fachlich korrekt

Die Rechtsanwältin Carmen Look referiert zweimal bei der VHS.
Die Rechtsanwältin Carmen Look referiert zweimal bei der VHS. © Foto: privat
Crailsheim / Julia Vogelmann 06.12.2018
Mit zwei Vorträgen zum Ehegattentestament und zur Hofnachfolge bietet Rechtsanwältin Carmen Look in diesem Semester rechtliche Informationen für interessierte Zuhörer an.

Nicht immer braucht man rechtliche Beratung, sondern ist auf der Suche nach Informationen, wie wichtige Dinge ordnungsgemäß geregelt werden können. Oft geht es dabei um den Umgang mit dem eigenen Hab und Gut oder um den eigenen Willen. Dies sind mit die Hauptgründe, weshalb die „Fachanwältin für Steuerrecht und Erbrecht“, Carmen Look aus Rosenberg, Vorträge zu diesen Themen an der Volkshochschule anbietet. „Ich sehe meine Aufgabe im frühzeitigen Beraten und Begleiten“, sagt die Juristin, die auch die Geschäftsstelle der Deutschen Schiedsgerichtsbarkeit für Erbstreitigkeiten leitet.

Schon im Studium in Göttingen hat sie festgestellt, dass Steuerrecht und Erbrecht eng miteinander verbunden sind, und hat sich deshalb entsprechend spezialisiert. „Beim Erbrecht wird nicht so viel gestritten wie in anderen Bereichen, sondern es gibt viel Spielraum, etwas zu gestalten“, fasst sie ihre persönliche Faszination für diesen Fachbereich zusammen. Die Vorträge an Volkshochschulen hält sie bereits seit mehr als zehn Jahren. Wie es genau dazu kam, kann Carmen Look gar nicht mehr sagen, doch inzwischen hat sie ein Repertoire mit insgesamt zehn Vorträgen, aus denen Volkshochschulen für ihr Programm auswählen können.

Die Themenliste reicht dabei von Erben und Verschenken über Testamente, Generalvollmachten bis hin zur Nachfolgeregelungen. Volkshochschulen im ganzen Landkreis und inzwischen auch im Ostalbkreis nehmen ihr breit gefächertes Angebot in Anspruch.

In Crailsheim bietet die Anwältin in diesem Semester noch zwei Vorträge an, die sich mit den Themen „Ehegattentestament“ und „Hofnachfolge bei landwirtschaftlichen Betrieben“ befassen. „Eine persönliche Beratung kann das natürlich nicht sein, weil ich das allgemein herunterbrechen muss, doch Fragen dürfen trotzdem immer gestellt werden, und ich biete natürlich auch besondere Beratung an, falls das anschließend gewünscht wird“, erklärt sie.

Ansprechen möchte sie vor allem all jene, die damit beginnen wollen, sich mit einem der Themen zu befassen und einen gedanklichen Einstieg und Grundinformationen suchen. Das Publikum in ihren Vorträgen beschreibt sie als gemischt, von Jung bis Alt, vom Unternehmer bis zur jungen Familie, aber auch als schwankend je nach Thema. In den Jahren ihrer Tätigkeit als Referentin hat sie außerdem festgestellt, dass das Bewusstsein, sich mit Themen wie Testament, Vererben und Nachfolgeregelung zu befassen, sich in der Gesellschaft verändert hat. Immer mehr Menschen wollen sich frühzeitig informieren und damit auseinandersetzen.

Als Anwältin sieht sie hier einen eindeutigen Beratungsvorteil: „Dadurch, dass ich neutral bin, und nicht in die Familie eingebunden, kann ich ganz objektiv etwas raten oder Möglichkeiten vorstellen. Die Leute können bei mir offen reden und bekommen fachlich korrekte Informationen und Auskünfte.“

Info

Der Vortrag „Hofnachfolge bei landwirtschaftlichen Betrieben“ findet am Montag, 17. Dezember, um 19 Uhr in der VHS, Raum 01 im Erdgeschoss statt. Anmeldung ist erforderlich. Der Vortrag „Berliner Testament“ wird am Montag, 11. Februar, um 19 Uhr im Konvent der Volkshochschule angeboten. Auch hier ist Anmeldung erforderlich.

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