Crailsheim Aspenstraße: nur noch fünf Plätze frei

Aus der Luft betrachtet ist die künftige Aufteilung des Baugebiets Aspenstraße am südlichen Ortsrand von Onolzheim bereits gut zu erkennen. Am linken Rand sind ein Retentionsbecken und ein Kinderspielplatz vorgesehen.
Aus der Luft betrachtet ist die künftige Aufteilung des Baugebiets Aspenstraße am südlichen Ortsrand von Onolzheim bereits gut zu erkennen. Am linken Rand sind ein Retentionsbecken und ein Kinderspielplatz vorgesehen. © Foto: Ortner-Media
Crailsheim / Christine Hofmann 16.05.2018
Die Erschließung des Wohngebiets Aspenstraße in Onolzheim geht voran. Das Interesse an Plätzen für Einfamilienhäuser ist groß, auch für Mehrfamilienhäuser gibt es Interessenten.

Das Baugebiet Aspenstraße in Onolzheim am Ortsausgang in Richtung Gründelhardt nimmt Gestalt an. Während die Erschließungsarbeiten ausgeführt werden, läuft parallel der Bauplatzverkauf. 19 Wohnbauplätze für Einfamilienhäuser sind bereits reserviert und werden überplant, fünf sind noch frei. Zum Jahresende können sie voraussichtlich schon bebaut werden. Im Plan sind außerdem acht Grundstücke für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen. Hier gibt es sechs konkrete Interessenten.

Im Bebauungsplan ist sozialer Wohnungsbau festgeschrieben. Ortsvorsteher Gerhard Neidlein ist über diese Festsetzung nicht besonders glücklich. „Wenn man sozialen Wohnungsbau zur Bedingung macht, muss man es in allen Wohngebieten der Stadt machen“, sagt er. „In anderen Baugebieten gibt es diese Festsetzung aber nicht.“ Allein vom Stadtbild her könne er sich Geschosswohnungsbau am südlichen Rand des Baugebiets aber durchaus vorstellen, denn in der Nachbarschaft gibt es bereits mehrgeschossige Häuser.

Neidlein sieht hier eher eine andere Schwierigkeit: „Ich hatte eine Anfrage von einem Investor, der wollte vier Eigentumswohnungen bauen und obendrauf ein Penthouse setzen. Wenn unten Sozialwohnungen sind, das passt vom System her einfach nicht zusammen.“ Es gehe nicht darum, dass man sozial Schwachen in Onolzheim keinen Wohnraum zur Verfügung stellen wolle, betont der Ortsvorsteher. Er sorge sich eher darum, dass sich Investoren finden, die bereit sind, hier sozialen Wohnungsbau umzusetzen. „Ich bin gespannt, wie das angenommen wird.“

Im Vorfeld gab es noch eine weitere Schwierigkeit. Nach den Erfahrungen des Unwetters vom Mai 2016, als auch im Stadtteil Onolzheim Grundstücke überschwemmt wurden und Keller unter Wasser standen, sind die Menschen gegenüber dem Thema Entwässerung sensibler geworden. So gab es kritische Stimmen, die Sorge trugen, dass die Hochwassergefahr im Ort steigen könnte, wenn die Wiesen an der Aspenstraße bebaut werden.

Wasser kontrolliert abführen

Der Ortsvorsteher sieht diese Gefahr nicht: „Es wird ein Retentionsbecken geben, das das Regenwasser auffängt und kontrolliert in den Aspenbach ableitet – und zwar unabhängig davon, ob die Fläche bebaut wird oder nicht. Damit ist die Hochwassergefahr mit dem Baugebiet sogar geringer als vorher.“

Neidlein räumt ein, dass die Wiese bei Starkregen tatsächlich ab und zu überschwemmt werde. „Aber nicht in dem Bereich, der bebaut wird“, sagt er. Wer hier baut, könne trotzdem einen Keller einplanen. Eine sogenannte weiße Wanne schütze ihn vor Feuchtigkeit.

Darüber hinaus habe der Ort­schaftsrat dafür gesorgt, dass nach dem Unwetter vor zwei Jahren eine zweite Kurbel angeschafft wurde, damit das Wehr bei Hochwassergefahr schnell geöffnet werden könne.

Die Schwierigkeiten sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Freude über das große Neubaugebiet im Stadtteil überwiegt. „Wir sind froh, dass wir das Baugebiet haben“, sagt Neidlein. „Wir haben gute Arbeitsplätze in Crailsheim. Es kommen qualifizierte Fachkräfte in die Stadt, die haben den Anspruch, im eigenen Haus zu leben. Der Bedarf ist auf jeden Fall da.“ Und natürlich sind auch viele Onolzheimer glücklich darüber, in ihrem Stadtteil sesshaft werden zu können.

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