Waiblingen/Aalen Nur noch 1,62 Prozent für die FDP

Im Murrhardt stieg die Wahlbeteiligung bei der Europawahl leicht an auf 47 Prozent. Im Bezirk Kirchenkirnberg lag sie nur bei 33,38 Prozent. Foto: Oßwald
Im Murrhardt stieg die Wahlbeteiligung bei der Europawahl leicht an auf 47 Prozent. Im Bezirk Kirchenkirnberg lag sie nur bei 33,38 Prozent. Foto: Oßwald
Waiblingen/Aalen / KLAUS RIEDER 27.05.2014
Auf stolze 54,3 Prozent stieg die Wahlbeteiligung bei der Europawahl in Abtsgmünd. Auch wenn die Ergebnisse im Ostalbkreis und Rems-Murr weitgehend dem Trend folgen, einige Ausreißer gibt es schon.

Rund 1200 Wähler mehr als 2009 schritten am Sontag im Rems-Murr-Kreis an die Europawahl-Urne. Durch die gestiegene Einwohnerzahl ging die prozentuale Wahlbeteiligung aber leicht zurück. Geringer als im Trend fielen die Zuwächse der SPD aus, die CDU konnte sogar zulegen. Dafür waren die Verluste der FDP noch höher und die Zahl der Stimmen für die AfD noch größer. Dies lässt sich auch auf das Ergebnis der Stadt Murrhardt übertragen. Doch der genaue Blick auf die einzelnen Stadtbezirke bringt doch einige Ausreißer hervor, so Kirchenkirnberg: Da fiel die Wahlbeteiligung auf 33,38 Prozent, nur in einem anderen Bezirk von Murrhardt war sie niedriger. Mit 3,24 Prozent hatte die NPD in Kirchenkirnberg ihr bestes Ergebnis. Der Ort ist aber auch die Hochburg der Piraten (2,83 %). Mit 14,17 Prozent nimmt Kirchenkirnberg Platz drei beim Zuspruch für die Grünen ein. Mit 1,62 Prozent schnitt die FPD nirgends in Murrhardt schlechter ab, wie auch die AfD (5,6 %). Eine CDU-Hochburg ist Fornsbach (40,22 %). Eine andere Bastion der Union ist Vorderwestermurr (44 %). Dort waren SPD und Grüne mit 12,94 und 12,35 Prozent fast gleich auf.

In Gschwend stieß die Europawahl auf weniger Interesse als noch 2009. Die Beteiligung lag nach 50,1 diesmal nur noch bei 44,2 Prozent. Was auffällt sind die hohen Zuwächse für die CDU (plus 3,4 %). Die FDP fiel von 12,5 auf 3,0 Prozent ab, die AfD schaffte 8,0 Prozent. Die Veränderungen waren aber nicht in allen Gschwender Wahlbezirken gleich. In den Wahllokalen Schlechtbach, Gschwend I und Mittelbronn stimmten jeweils etwa gleich viele Wähler für Gründe und AfD. In Frickenhofen waren dagegen FDP und AfD fast gleich auf. Allerdings auf niedrigem Niveau.

Dieses Bild für die FDP und die AfD ergibt sich auch für die Abtsgmünder Wahlbezirke Untergröningen (4,1/4,4 %) und Pommertsweiler (2,7/2,9 %). Stärkste Kraft in Abtsgmünd (Wahlbeteiligung: 54,3 %) bleibt die CDU trotz minimaler Verluste (- 0,1 %). Um 7,8 Prozent sackte die FDP auf 3,4 Prozent ab. Gegenüber der Wahl von 2009 verloren die Liberalen zwei von drei ihrer Anhänger: Statt 302 gab es nur noch 102 Stimmen. Die SPD konnte nur leicht zulegen (+ 1,5 %). In Untergröningen bekamen die Sozialdemokraten 23,8 Prozent der Stimmen, etwa halb so viele wie die CDU (45 %).

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