Winterspielzeit Winterprogramm im Theater Dinkelsbühl

Zum Rollenstudium in die Requisitenkammer des Landestheaters: Regisseur Urs Schleiff, Regieassistent Hauke Martens und Schauspieler Jens Rainer Kalkmann (von links) haben schon mit den Proben zu „Die Sternstunde des Josef Bieder“ begonnen.
Zum Rollenstudium in die Requisitenkammer des Landestheaters: Regisseur Urs Schleiff, Regieassistent Hauke Martens und Schauspieler Jens Rainer Kalkmann (von links) haben schon mit den Proben zu „Die Sternstunde des Josef Bieder“ begonnen. © Foto: Theater
Dinkelsbühl / Ralf Snurawa 11.08.2018
Das Landestheater Dinkelsbühl hat sein Programm für die Zeit vom 19. September bis 30. April im Theaterhaus im Spitalhof vorgestellt. Eröffnungspremiere ist „Die Sternstunde des Josef Bieder“.

Beim ersten Blick auf das neue Programm zur Winterspielzeit des Landestheaters Dinkelsbühl könnte man die Auffassung vertreten, es würden da im Fränkischen nur noch Komödien gespielt werden. Doch ein genaueres Hinsehen lohnt sich.

Intendant Peter Cahn und Dinkelsbühls OB Dr. Christoph Hammer betonten bei der Vorstellung des neuen Programms, dass in der Provinz sehr viele Profis am Werk seien – und dass man sich überhaupt nicht wie in der Provinz fühle. Cahn unterstrich, dass man den Anspruch habe, Bestmögliches aus den Bedingungen vor Ort herauszuholen.

Das sei auch eine Frage der Mittel, die die Stadt zur Verfügung stelle. Andere Städte könnten sich eine Scheibe von Dinkelsbühl abschneiden. Hammer stimmte dem zu. Das Theater sei ein wichtiger Baustein für die städtische Kultur und somit auch für die Stadtentwicklung, kämen 75 Prozent der Theaterbesucher doch aus Baden-Württemberg.

Insgesamt 55 000 finden so jedes Jahr den Weg ins Theater, davon etwa 35 000 allein in der dreimonatigen Sommerfestspielzeit. Der Oberbürgermeister fügte hinzu: „Die Zahlen geben uns recht, dass wir richtig aufgestellt sind.“ Dazu gehöre das Alleinstellungsmerkmal dieses Landestheaters, ganzjährig Vorstellungen von guter Qualität zu bieten.

Dramaturg Sebastian Engmann brachte Beispiele für die Winterspielzeit. So sei Jens Rainer Kalkmann ein „fantastischer Sänger“ und als solcher in der Komödie mit Musik von Enerhard Streul und Otto Schenk, „Die Sternstunde des Josef Bieder“ zu erleben. Sie wird die Spielzeit am Mittwoch, 19. September, eröffnen.

Ensemble wird stark gefordert

Mit „Taxi, Taxi“ (Premiere: 17. Oktober) folge eine „rasante Komödie“ über den Taxifahrer John Smith und sein Doppelleben mit zwei Frauen. Das Dinkelsbühler Ensemble werde da stark gefordert. Um Männer und Frauen wird es danach mit „Suche impotenten Mann fürs Leben“ (Premiere: 28. November) komödiantisch weitergehen. Mandy Röhr führt Regie.

Zum Thema Asyl und Fremdenhass setzt sich das Landestheater zu „Wer hat Angst vorm weißen Mann“ (Premiere: 9. Januar 2019) auseinander, der Adaption der gleichnamigen Filmkomödie. Sie sei, so Engmann, aber angesichts ihrer hintersinnigen Momente mehr als nur eine Komödie. Dasselbe treffe auch auf „Das Abschiedsdinner“ (Premiere: 13. Februar) zu. Bei diesem „Aufbruch in eine optimierte Zukunft“ gebe es zwar „spritzige, schlagfertige Dialoge“, aber bei der Frage danach, was die Definition von Freundschaft sei, werde es auch „bitter und ernst“.

Ergänzt wird das Programm durch das Kindertheaterstück „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ (Premiere: 4. November), ein Drei-Personen-Stück, das auch Erwachsenen Spaß bereite und den Kindern wichtige Dinge fürs Leben mitgeben könne.

Info Weitere Informationen zur Winterspielzeit finden sich unter www.landestheater-dinkelsbuehl.de. Karten können auch über Telefon 0 98 51 / 90 26 00 bestellt werden. Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 13. August.

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