Der neue Raum ist aus dem alten Archiv auf dem Gelände der Schokoladenfabrik entstanden. „Es ging alles sehr schnell. Wir haben erst im September dieses Jahres mit dem Umbau begonnen“, erklärt Marketingmanagerin Tanja Unbehauen. In nur drei Monaten Bauzeit ist eine neue, 140 Quadratmeter große Cafeteria mit angrenzendem Werksverkauf entstanden. Drei Mitarbeiter, darunter ein Koch, kümmern sich um das Wohl der Gäste. Jeden Tag gibt es eine frisch zubereitete warme Mahlzeit. Außerdem werden belegte Brötchen, Blooz, Kuchen und Getränke angeboten. „Sowohl von Angestellten als auch von Privatpersonen, die hier zum Essen herkamen, haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten“, sagt Anika Färber, die ebenfalls als Marketingmanagerin bei Hosta arbeitet.

Regional mitbewerben

Unbehauen und Färber, die beide erst seit diesem Jahr für Hosta tätig sind, wollen bezüglich des Marketings „wieder Fahrtwind aufnehmen“, wie sie betonen. Die ersten Maßnahmen lassen sich bereits am Firmensitz erkennen: Neben Bannern, die am Zaun hängen, wehen demnächst auch Fahnen in den Hosta-Farben Rot und Weiß an der Einfahrt. „Wir wollen damit einfach zeigen: Hier passiert was“, erklärt Unbehauen. Auch die neu gestaltete Homepage des Unternehmens zeugt davon.

Für die einzelnen Produkte wurden passende 3D-Charaktere hergestellt, die auch auf Großflächenplakaten, Infoscreens und im Print zu sehen sind. Dazu läuft auf insgesamt 350 Radiosendern ein Spot mit Nippon und Nippolino. Auch in Social Media ist das Unternehmen mittlerweile aktiv. „Die Hosta hat einen Facebook-, einen Youtube-, einen Instagram- und einen Pinterest-Account. Hier gibt es neben News und Rezeptideen auch Gewinnspiele“, erläutert Anika Färber.

„Die Marketingmaßnahmen der letzten Jahre wurden durch verschiedene Agenturen gesteuert. Das hieß aber, dass Hosta-­Werbung vermehrt in Großstädten zu sehen war“, erklären die Marketingmanagerinnen. Bei den neuen Werbekampagnen werde nun immer darauf geachtet, dass regional stark mitbeworben werde. „Gerade hier in der Gegend muss man zeigen: Die Hosta ist wieder da“, resümiert Färber. Wie sich die verschiedenen Kampagnen und Marketingmaßnahmen auf den Umsatz auswirken, können Färber und Unbehauen noch nicht abschätzen: „Die Prognose sieht natürlich gut aus, aber wir brauchen einfach noch Zeit, um die Zahlen vergleichen zu können.“

Breites Sortiment

Die Produktpalette des Schokoladenkonzerns werde stetig erweitert, erklären die beiden Managerinnen. Seit diesem Jahr ist „Mr. Jim“ auf dem Markt – der „Sohn von Mr. Tom“, wie es in der dazugehörigen Werbung heißt. Dabei handelt es sich um einen Erdnussriegel mit Schokolade. Auch „Nippolino“ darf noch als neues Produkt bezeichnet werden – die Knusperpraline mit Haselnusscreme, Zerealien und Schokolade kann seit 2015 erworben werden. Zu den Klassikern zählen weiterhin Nippon, Mr. Tom und Romy-­Kokosschokolade.

Das könnte dich auch interessieren:

Von Orangen-Drops zu Puffreis im Schokomantel


1949 gründete Hermann Opferkuch senior Hosta. Erster Verkaufsschlager waren Orangen-­Drops, die auf Tablettenmaschinen gefertigt wurden. In den 50er-Jahren kamen nach und nach Nippon in der ursprünglichen Riegelform, Onkel Tom als Vorgänger von Mr. Tom, Pfefferminz-Drops, Erfrischungsstäbchen und Saisonartikel aus Schokolade auf den Markt. 1982 wurde ein neues Verwaltungsgebäude eröffnet. Nach dem Tod von Hermann Opferkuch übernahm dessen gleichnamiger Sohn im Jahr 1990 die Geschäftsführung. Heute beschäftigt das Unternehmen etwa 70 Mitarbeiter. Produziert wird nach wie vor nur in Stimpfach-Randenweiler.